Unterhaltung

Zwei Konzerte in der Staatsoper Dirigent Barenboim kehrt ans Pult zurück

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Barenboim dirigiert zum Jahreswechsel nach langer Krankheit Beethoven.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Star-Dirigent Barenboim beendet ein von gesundheitlichen Problemen überschattetes Jahr doch noch vor Publikum im Konzertsaal. Der 80-Jährige wird zu Silvester und Neujahr in der Staatsoper dirigieren. In den vergangenen Monaten hatte er zahlreiche Konzerte und Auslandsreisen absagen müssen.

Diesem "Freude schöner Götterfunken" dürften Klassikfans besonders entgegenfiebern: Mit der neunten Sinfonie von Ludwig van Beethoven kehrt der lange Zeit erkrankte Daniel Barenboim ans Dirigentenpult zurück. Der Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin wird am 31. Dezember und 1. Januar die Konzerte zum Jahreswechsel dirigieren, wie das Haus ankündigte. Für die Karten des rund 80 Minuten langen Konzerts werden bis zu 160 Euro aufgerufen.

Der 80 Jahre alte Barenboim hatte Anfang Oktober per Social Media seinen vorläufigen Rückzug bekannt gemacht. "Mein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Monaten verschlechtert und es wurde eine schwere neurologische Erkrankung bei mir diagnostiziert", hatte er gepostet. Er müsse sich jetzt so weit wie möglich auf sein körperliches Wohlbefinden konzentrieren.

In jüngster Zeit war Barenboim mehrmals ausgefallen. Im Februar musste er sich einem chirurgischen Eingriff an der Wirbelsäule unterziehen. Die Staatsoper musste ein zum Geburtstag geplantes Konzert in der Berliner Philharmonie absagen, bei dem Barenboim am Klavier sitzen sollte. Für die musikalische Leitung war der 86-jährige Zubin Mehta vorgesehen.

Potenzieller Nachfolger Thielemann: pacta sunt servanda

Zuvor musste Barenboim bereits das Dirigat für die zu seinem Geburtstag realisierte Neuinszenierung von Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen" an der Staatsoper abgeben. Für ihn sprangen Christian Thielemann und Thomas Guggeis am Pult ein.

Auch bei den Auslandskonzerten in Dänemark, Südkorea und Japan musste das Orchester der Staatsoper auf Barenboim verzichten. Für ihn sprang in Seoul, Kumamoto, Osaka und Tokio mit Christian Thielemann erneut der Chef der Sächsischen Staatskapelle Dresden ein. Thielemann gilt als potenzieller Nachfolger Barenboims. Die Konzerte in Aarhus und Aalborg dirigierte Sir Andrew Davis, musikalischer Chef der Oper in Chicago.

Zu einer möglichen weiteren Zusammenarbeit wollte sich Thielemann nicht äußern. "Wir haben alle mal in der Schule gelernt: pacta sunt servanda. Ich habe einen Vertrag in Dresden bis 2024, den ich sehr gerne erfülle, weil ich mich mit dem Orchester wunderbar verstehe und wir eine herrliche Zeit miteinander haben."

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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