Unterhaltung

Gitarrist und Schauspieler Dr.-Feelgood-Mitgründer Wilko Johnson ist tot

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Noch kurz vor seinem Tod stand Wilko Johnson auf der Bühne - Mitte Oktober in London.

(Foto: picture alliance / Captital Pictures)

Mit seiner Band Dr. Feelgood gelang Wilko Johnson in den 70er-Jahren der Durchbruch. Der Musiker war für seinen unverwechselbaren Gitarrenstil bekannt. Auch nach seiner Krebsdiagnose vor neun Jahren machte er weiter Musik. Nun ist das Multitalent im Alter von 75 Jahren gestorben.

Wilko Johnson, der ehemalige Gitarrist der britischen Rockband Dr. Feelgood, ist gestorben. Der einflussreiche Musiker wurde 75 Jahre alt. In einer Erklärung auf seinen offiziellen Social-Media-Accounts heißt es, dass er am 21. November zu Hause gestorben sei. "Danke, dass ihr die Privatsphäre von Wilkos Familie in dieser sehr traurigen Zeit respektiert, und danke an euch alle, die ihr Wilko während seines unglaublichen Lebens so tatkräftig unterstützt habt", ist in dem Post weiter zu lesen.

Bereits 2013 wurde bei Johnson Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadium diagnostiziert, der Gitarrist entschied sich gegen eine Chemotherapie. 2014 veröffentlichte er das Album "Going Back Home", eine Zusammenarbeit mit Roger Daltrey von The Who. Später im Jahr gab er bekannt, dass er nach einer großen Operation, bei der ein Tumor entfernt wurde, krebsfrei sei.

Wilko Johnson spielte Henker in "Game of Thrones"

Wilko Johnson wurde 1947 als John Peter Wilkinson in Canvey Island, Essex, geboren. Seine Karriere begann er 1971 als er zusammen mit dem Sänger Lee Brilleaux, dem Bassisten John B. Sparks und dem Schlagzeuger John Martin die Band Dr. Feelgood gründete. Die Gruppe etablierte sich als eine feste Größe in der britischen Pub-Rock-Szene. Johnson wurde für seinen unverwechselbaren Gitarren-Stil bekannt. Nach Streitigkeiten verließ er 1977 die Band. Auch als Schauspieler trat der Musiker gelegentlich auf, so war er ab 2011 in vier Episoden des Serienhits "Game of Thrones" als Henker Ser Ilyn Payn zu sehen.

Einige Stars nahmen von Johnson bereits Abschied, unter anderem Alex Kapranos von der schottischen Band Franz Ferdinand. "Sein einzigartiges, verdrahtetes Spiel und seine Bühnenpräsenz begeisterten und inspirierten viele Gitarristen, mich eingeschlossen", twitterte er. "Seine Präsenz wird noch viele Jahre zu spüren sein." Auch Jimmy Page, ehemaliger Produzent der britischen Rockband Led Zeppelin, trauert auf Twitter um Johnson: "Ich bin traurig, heute vom Tod von Wilko Johnson, dem Dr.-Feelgood-Gitarristen und Singer/Songwriter, zu hören."

Quelle: ntv.de, uzh/spot

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