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Klage in Los Angeles eingereicht Droht Weinstein ein weiterer Prozess?

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Harvey Weinstein wird das Gefängnis womöglich zu Lebzeiten nicht mehr verlassen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Anfang verfangenen Jahres wird Harvey Weinstein wegen mehrerer sexueller Vergehen zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Nun wird bekannt, dass ihm noch viele weitere Jahre Gefängnis drohen könnten. Laut US-Medien wurde erneut Klage gegen den einstigen Hollywood-Produzenten eingereicht.

Im Februar 2020 fiel im Prozess gegen Harvey Weinstein in New York das Urteil. Der einst erfolgreiche Hollywood-Produzent wurde wegen Vergewaltigung in einem minder schweren Fall und wegen schwerer sexueller Nötigung in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu 23 Jahren Haft verurteilt. Nun wird bekannt, dass in Los Angeles eine weitere Klage ansteht, und die könnte ihn noch weitaus länger hinter Gitter bringen.

Wie der US-Sender "Fox News" berichtet, wurde Weinstein schon vor einigen Wochen erneut angeklagt. Das geschah allerdings heimlich, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Laut dem Bericht wird der einstige Medienmogul von fünf Personen elf weiterer Vergehen beschuldigt, darunter Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe. Sollte der 69-Jährige in einem weiteren Verfahren noch einmal verurteilt werden, könnten ihm bis zu 140 weitere Jahre Gefängnis drohen.

Anwälte von Weinstein schweigen

Weder die Staatsanwaltschaft von Los Angeles, noch die Anwälte Weinsteins äußerten sich bislang zu der Anklage. Laut "Fox News" könnten seine Verteidiger jedoch eine Verzögerung der Auslieferung an Los Angeles beantragen. Als Begründung erwarte man den schlechten Gesundheitszustand Weinsteins, der durch eine Verlegung nach Kalifornien möglicherweise einem größeren Covid-Risiko ausgesetzt sei, heißt es dort. Die Chancen auf eine Verschiebung seien allerdings gering. Weinstein könnte demnach innerhalb von 30 Tagen nach Los Angeles überführt werden.

"Es kommt mir so vor, als wolle Mr. Weinstein nicht nach Los Angeles, um sich der Anklage zu stellen, aber verzögerte Gerechtigkeit ist verweigerte Gerechtigkeit", so Anwältin Gloria Allred, die sich seit vielen Jahren für Frauenrechte stark macht. Sie vertrat im ersten Prozess gegen Weinstein sein Opfer Mimi Haleyi, für deren Anschuldigungen er in New York schuldig gesprochen wurde.

In dem nun vorliegenden Fall verteidigt Allred eine nicht namentlich genannte Frau sowie Lauren Young. Sie hatte sich öffentlich geäußert, als sie vor über einem Jahr Zeugin im New Yorker Strafverfahren war. Young, Model und Schauspielerin, sagte aus, dass Weinstein sie im Februar 2013 in einem Hotel in Beverly Hills sexuell angegriffen habe. Er soll sie angefasst haben, während er masturbierte.

Quelle: ntv.de, nan

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