Unterhaltung

Promis ohne Friseure "Ein bisschen Restwürde" hat Mälzer noch

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Frisch frisiert macht Tim Mälzer einiges her. Derzeit versteckt der Fernsehkoch seine Haare lieber.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch für viele Promis gilt: Sind die Friseure zu, wird es auf dem Kopf schnell chaotisch. Um das Problem zu lösen, vertraut Verona Pooth auf ihr Talent, Winfried Kretschmann auf seine Ehefrau und Guido Maria Kretschmer auf ein Hundeschneideset. Fernsehkoch Tim Mälzer dagegen mutiert zum Hafenarbeiter.

Ein Kaffee, ein bisschen plaudern - und danach ist alles tipptopp. Ein Friseurbesuch kann so viel mehr sein als nur waschen, schneiden, föhnen. Wenn die Friseure am Montag wieder loslegen, dürfte sich so mancher Kunde wie neugeboren fühlen. Aber Not macht erfinderisch - das haben auch einige Prominente in den vergangenen Monaten am eigenen Kopf erfahren und neue Talente entdeckt. Mit dem Entzug kam aber auch die Wertschätzung.

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Geschlossene Friseure? Bei Verona Pooth ist davon nichts zu sehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Moderatorin und Unternehmerin Verona Pooth hilft sich - ihrem Beruf sei Dank - an den Haaren selbst. Sie habe als Model und Moderatorin gelernt, sich schick zu machen, sagt Pooth. "Ich bin ja so ein kleines Allround-Talent. Ich stehe seit über 25 Jahren vor der Kamera." Deshalb könne sie mittlerweile "auch mit den kleinsten Mitteln" etwas aus ihrem Aussehen machen - "so wie jemand aus einer Kartoffel ein ganzes Abendessen zaubert". Aber auch sie müsse sich in der Corona-Zeit natürlich immer wieder was einfallen lassen. Bei offiziellen Terminen wird Pooth außerdem von einem Stylisten geschminkt und frisiert.

Frisur vom Windhund-Set

Modedesigner Guido Maria Kretschmer hat ein spezielles Werkzeug für sich entdeckt: "Wir haben so ein wunderbares Hundeschneideset für unsere Windhunde und das ist jetzt missbraucht worden." Sein Mann Frank werde immer besser als Friseur - beispielsweise mit Anleitungen aus Youtube-Videos.

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Winfried Kretschmann will vor seinem TV-Duell am Montag Hand ans lange Haar anlegen lassen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Trotzdem freut sich Kretschmer, wenn die Salons nun wieder öffnen. "Ich glaube, dass die Zeit auch bald reif ist, mal wieder für einen perfekten Haarschnitt." Die Friseure würden jetzt zu Recht gefeiert und er hoffe, dass sie nun künftig auch mehr Geld verdienen, sagte Kretschmer. "Wir sehen ja jetzt, wie wichtig sie für unsere Gesellschaft sind, und was die Friseure für Seelentröster sind." Für ganz viele Menschen sei das ein wichtiger Rhythmus: "Regelmäßig zum Friseur zu gehen, ein bisschen zu plaudern, sich zu kümmern, sich einfach gut zu fühlen." Haare seien definitiv nicht zu unterschätzen. "Wenn man sie hat, auf jeden Fall - und wenn sie nicht mehr da sind, sind sie auch ein Problem."

"Bisschen von meiner Frau absäbeln"

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann trägt eigentlich Igelfrisur. Neulich erzählte er in einem Interview, er lasse die Haare im Lockdown wachsen, rasiere sie nur ein bisschen über den Ohren aus. Aber vor dem großen TV-Duell mit seiner Rivalin von der CDU, Susanne Eisenmann, am Montagabend werde er seine grauen Haare doch noch kürzen lassen. Allerdings nicht beim Friseur, der pünktlich am Montag wieder aufmacht, sondern: "Wenn ich ins große Duell muss, lass ich es mir hinten von meiner Frau ein bisschen absäbeln."

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Markus Söder mit Friseur-Zugang und ohne: Es wird zottelig.

(Foto: picture alliance/dpa/AFP-Pool/dpa)

Auch Alexandra Hofmann, die blonde Hälfte des Gesangsduos Geschwister Hofmann, bekam Hilfe: Eine Freundin schnitt ihre Kurzhaarfrisur. Nach dem zweiten Glas Sekt hätten sich beide gegenseitig die Haare gestutzt, sagte Hofmann. Sie sei mit ihrem Schnitt zufrieden, sei sich aber unsicher, ob dies auch auf ihre Freundin zutreffe. "Ich hoffe, dass ihre Haare ganz schnell nachwachsen. Ich hatte Probleme mit einem Wirbel bei den Ponys."

"Ein bisschen Restwürde" hat Mälzer noch

Der Hamburger Gastronom Tim Mälzer hat eine schlichte Lösung. "Die Haare leiden schon, aber ich habe dagegen ein probates Mittel: Mütze", sagt der Fernsehkoch. Er sei eigentlich kein Mützenmensch. "Immer, wenn ich eine Mütze aufsetze, sehe ich so aus, als wenn ich meinen Schulabschluss nicht geschafft habe." Aber eine Wollmütze sei im Moment besser als zu wilde Haare. Die Mütze trage er dann Straßenlook-mäßig wie ein Hafenarbeiter. "Nicht so ein schräges Hipsterding." Ein Basecap gegen das Chaos auf dem Kopf kommt ihm dagegen nicht in die Tüte. "So ein bisschen Restwürde habe ich noch in meinem Leben."

Würde hat auch für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder etwas mit Friseuren zu tun. Er verteidigte die Entscheidung, die Salons früher zu öffnen mit den Worten: "Sie hat auch etwas mit - für die einen - Hygiene, aber auch mit Würde zu tun in diesen schwierigen Zeiten."

Quelle: ntv.de, Christiane Bosch und Sophia Weimer, dpa

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