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"Dschungelcamp" - Tag 11 Erst die Tränen, dann der Heiratsantrag

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TB Mangiapane sagt bald JA.

Es schleppt sich. Daniele dient im Schulunterricht als Warnung, "Kolumbien" wird malträtiert und Jenny will Jenny sein. Für eine Dame aber erfüllt sich ein Wunsch: Tatti darf endlich heim - zu Rudi, ihrem Briefe schreibenden Chihuahua.

Das ist ja wohl die Höhe! Schon wieder begehen die Camper einen folgenschweren Regelverstoß. Tina, die es nur gut meint, wacht des Nachts abermals allein am Feuer, während die anderen in Morpheus' Armen liegen. Dabei wurde mehrfach laut und deutlich kommuniziert, dass gefälligst immer zwei Hansel Nachtschicht schieben. Während der Zorn des Waldgottes sich über dem Camp entlädt, erwacht Daniele und wird Zeuge des Regelverstoßes: "Ich schwöre bei Gott, wenn die Zigaretten morgen wieder weg sind, dann raste ich hier aus".

Negronische Sequenzen als ultimative Warnung

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Wird zum Tier - Daniele.

Der Smoker vom Dienst, der bei dem Gedanken an eine erneute Kippen-Konfiszierung "zum Tier wird", vergreift sich bei der Camp-Omi mächtig im Ton. "Tina, setz dich hin!" "Mamma Mia, du musst dich mal im Zaum halten!", versucht Natascha den Kippenknecht zurückzupfeifen. Doch alle Hoffnungen, an einer Strafe vorbeizuschlittern, schwinden, als Daniele aus dem Dschungeltelefon mit dem Sanktionszettelchen in der vergilbten Pfote zurück ins Camp trollt. Zack, Kippen weg! Böses, böses RTL.

So mancher möge denken, das Barrikadentänzchen des Knilchs sei berechtigt, schließlich gehen die Regelverstöße nicht auf seine Kappe, er als Raucher muss aber büßen. Eine Kollektivstrafe ist das wahrlich nicht. Doch, liebe Eltern, sollten auch Sie gerade auf 180 sein, weil Sie Ihre Bälger beim Quarzen unterm Vordach erwischt haben: Halten Sie ihnen die negronischen Dschungelsequenzen unter die Nase. Das Konterfei des Hitzkopfes sollte als warnendes Beispiel auf Zigarettenpackungen prangen.

"Dschungelcamp der Aufgeber"

An Tag 11 werden im Camp andere Geschütze aufgefahren. Am besten sind Anspielungen, die neugierig machen: "Es gibt hier welche mit zwei Gesichtern. Ich werde keine Namen nennen", sagt Natascha, die natürlich niemanden "dissen" möchte, aber Alk, ja, Alk spielt bei dieser Person schon eine Rolle. Ob es Ansgar, der "sture Bumskopp" ist, interessiert im Grunde niemanden, denn wir befinden uns im Jahre 2018, im "Dschungelcamp der Aufgeber" oder wie Daniele sagen würde: "Blöde Kuh, Alter, die geht mir so auf den Sack, die Frau."

Erstmal runterkommen und schnell zur Prüfung. Die heißt wie Ansgars auf Amazon mit 14 Sternen bewertetes Buch: "Wenn ich du wäre, wäre ich lieber ich". "Kolumbien" und "Italien" gehen gemeinsam auf Sternejagd, die - Sie ahnen es - alles andere als einfach wird.

"Kolumbien" wird am Boden festgetackert und muss dem blinden "Italien" Ansagen machen. Um "Kolumbien" herum befinden sich nummerierte Trichter, in die "Italien" kreuch- und fleuch-befüllte Plastikwürfel schütten muss. "Kolumbien" dirigiert "Italien" offenen Auges nach rechts, doch auf den Widerstand folgt Anarchie: "Nach links? Ich muss doch nach rechts, echt, Alter, das ist die falsche Richtung!" Darauf erstmal einen freundlichen Stromschlag. Die Stromschlagnummer wäre übrigens ein prima Konzept für die Politik: Gelogen - Stromschlag, vertuscht - Stromschlag, mit Lobbyisten gekungelt - Stromschlag. Dieses RTL bringt einen vielleicht auf Ideen.

Mama, ich hab dich lieb - dein Chihuahua-Köter Rudi

Mit drei erspielten Sternen kehren Kattia und Daniele nach Hause zurück, wo inzwischen Land unter ist, leider aber nicht alle fortgespült worden sind. Kattia muss erstmal duschen. Runter mit den Klamotten und rein in den Weiher. Hallo, RTL, wann kommen denn endlich die ausgedehnten Duschszenen, die ihr zu Beginn von det Janzen versprochen habt?

Stattdessen findet sich der Zuschauer erneut in einem Tal der Tränen wieder: Briefe von den Liebsten werden vorgelesen. Es klingt in etwa so: Bleib tapfer, du hast die ersten 20 Jahre im Steinbruch toll gewuppt, die nächsten 20 sitzt du auf einer Pobacke ab. "Dschenni", die kleine "Löwin" freut sich über Post von Mutti, Tatjana von ihrer Fußhupe Rudi und – "Rokoko-Appläuschen!" – MaMa bekommt von seinem Hubert einen Heiratsantrag.

Es ist alles sehr, sehr - langweilig. Die Sympathiepunkte des elften Tages kassiert Jenny, die ihr Herz öffnet und über ihren toten Vater spricht, obwohl sie "nicht darüber sprechen kann" und alles lieber verdrängt. "Es ist wahrscheinlich das Falsche, aber ich schaff das nur so." Jenny will endlich Jenny und nicht mehr die Schwester von ... sein. "Das wäre für mich die Krone"

Von ihrem Leid befreit wird "Chihuahua-Mama" Tatti. Sie darf das Camp verlassen. Selten hat man sie in den vergangenen elf Tagen so glücklich gesehen.

Quelle: n-tv.de

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