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Serienstar verweigert Impfung Eva Herzig verliert Rolle in "Steirerkrimi"

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Ohne Impfung darf sie derzeit nicht vor die Kamera: Eva Herzig.

(Foto: picture alliance / rtn - radio tele nord)

Wer sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen will, muss mit Konsequenzen rechnen - und das ganz ohne staatliches Zutun. So setzt die Produktionfirma des "Steirerkrimis" Schauspielerin Eva Herzig zumindest vorerst vor die Tür. Das Unternehmen begründet das mit seiner "Sorgfaltspflicht".

Das Drehbuch für den nächsten "Steirerkrimi" wird wegen einer fehlenden Corona-Impfung einer Schauspielerin überarbeitet. Darstellerin Eva Herzig, die in der Krimireihe die Rolle einer Expertin der Spurensicherung bekleidet, will sich nach eigenen Angaben nicht gegen Covid-19 impfen lassen - das Engagement der 48-Jährigen wurde daraufhin ausgesetzt.

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In den "Steirerkrimis" spielt Herzig die Chefin der Spurensicherung.

(Foto: picture alliance / Stefan Haring)

Der Österreichische Rundfunk (ORF) teilte hierzu mit: "Der Produzent hat seine Kopartner ORF und ARD von seiner Entscheidung, die Zusammenarbeit mit Eva Herzig zeitlich auszusetzen, informiert." Die Krimis sind auch im Ersten zu sehen.

Vom ORF hieß es zudem: "Das Drehbuch für den Dreh ohne Frau Herzig wird derzeit überarbeitet. Ihre Rolle bleibt Eva Herzig aber grundsätzlich." Man versuche nun gemeinsam, "sämtliche produktionsrelevanten Aspekte, persönlichen Rechte und Sorgfaltspflichten respektvoll in Einklang zu bringen".

"Will mich nicht verbiegen"

Die Schauspielerin begründete ihre Weigerung, sich impfen zu lassen, gegenüber der "Bild am Sonntag" so: "Diese Impfung ist mir noch zu unerforscht." Sie ergänzte: "Die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Denn dadurch entgeht mir ein Einkommen, das ich fest eingeplant habe." Sie sei "eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, die ich natürlich versorgen muss. Doch ich kann und will mich nicht verbiegen. Daher lasse ich mich nicht impfen, egal, was mir angedroht wird." Zugleich betonte Herzig: "Ich werde in die rechte Ecke gestellt und als Corona-Leugnerin abgestempelt. Beides ist so heftig wie falsch."

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Im Gespräch mit der Deutschen Presseagentur (dpa) betonte Herzig zudem, sie habe wegen Berichten zu möglichen Nebenwirkungen und möglichen Langzeitfolgen noch Zweifel an den Covid-19-Impfstoffen. "Deswegen ist das etwas, das ich mir nicht in meinen Körper injizieren lassen will."

Die Produktionsfirma Allegro Film begründete die Entscheidung, das Engagement Herzigs auszusetzen, hingegen mit ihrer Sorgfaltspflicht. Die nächste "Steirerkrimi"-Produktion sei für den Herbst angesetzt. Es sei zu befürchten, dass die Infektionszahlen dann bei Nichtgeimpften anstiegen.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

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