"Er lügt mir ins Gesicht …"Ex-Mitcamper Umut bricht mit Gil Ofarim

Nicht nur im Dschungelcamp selbst geht es rund um Gil Ofarim weiter hoch her. Der Sänger, der sich zu seinem Davidstern-Skandal stoisch ausschweigt, beschäftigt auch die bereits ausgeschiedenen Kandidaten nach wie vor sehr. Umut Tekin macht seinem Ärger nun Luft.
Aktuell scheint Gil Ofarim geradezu mühelos in Richtung Finale bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" zu spazieren. Daran ändern auch die täglichen Verbalattacken von seiner Mitcamperin Ariel nichts - wohl eher im Gegenteil. Doch es ist nicht nur die 22-Jährige, die sich darüber echauffiert, dass der Sänger zu seinem Davidstern-Skandal beharrlich den "Schweigefuchs" mimt. Auch Umut Tekin, der das Camp bereits vor knapp einer Woche verlassen musste, platzt jetzt der Kragen.
Tekin postete auf seiner Instagram-Seite einen langen Text und ein Video, das vor dem Hotel "Imperial" aufgenommen wurde. Hier sind die ausgeschiedenen Show-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer sowie die Begleitpersonen der Camp-Insassen untergebracht. Sowohl in seinem Kommentar als auch in dem Clip, den er mit "Statement über Gil" überschrieben hat, äußert er sich ausführlich über den Mann, mit dem er über eine Woche am Lagerfeuer gesessen war.
"Ich bin wirklich schockiert über Gil. Ich bin rein ins Camp und war gar nicht begeistert, auf ihn zu treffen. Der Vorfall ist unverzeihlich", schreibt Tekin. Sie hätten jedoch im Camp miteinander leben müssen. Dort sei Gil auch "wirklich nett" gewesen. "Und ich habe ihm geglaubt, dass er gerne mehr reden würde, doch durch die Verschwiegenheitserklärung nicht darf. Und jetzt erfahre ich nach dem Camp, dass es keine Verschwiegenheitserklärung gibt, sondern er nur nicht weiter Unwahrheiten verbreiten darf?! Die Wahrheit dürfte er dann sagen … einfach traurig", macht Tekin seinem Ärger Luft.
Auch Anwalt meldet sich wieder
Man müsse zu seinen Fehlern stehen, betont der 28-Jährige und konstatiert: "So kann er nicht erwarten, dass man ihm verzeiht. Schweigen ist keine Entschuldigung." Ähnlich äußert sich Tekin auch im Video, wird in seiner Wortwahl aber noch etwas deutlicher. "Ich bin so krass enttäuscht, dass ich ihm da geglaubt habe", bedauert er, Ofarims Begründung für sein Schweigen akzeptiert zu haben. Er fühle sich "richtig krass hintergangen", stellt Tekin fest. "Er hat mich belogen", erklärt er zudem. "So wie er es damals schon gemacht hat, tut es einfach schon wieder - und lügt mir ins Gesicht."
Hat Tekin also recht, wenn er Ofarim des erneuten Schwindels bezichtigt? Alexander Stevens, der Anwalt des Musikers, würde dem mutmaßlich widersprechen. Nachdem er sich in den vergangenen Tagen schon mehrfach geäußert hatte, meldete er sich nun abermals auf Instagram zu Wort.
Er werde immer wieder gefragt, ob es die von Ofarim erwähnte Verschwiegenheitsverpflichtung tatsächlich gebe, erläutert er da. "Und ich kann das gerne an dieser Stelle auch noch mal anwaltlich versichern: Die gibt es", gibt er zugleich als Antwort. Die Verpflichtung sei nach dem Prozess "im Rahmen eines Gentlemen's Agreement" eingegangen worden, "über gewisse zivilrechtliche Details Stillschweigen zu bewahren".
Alles "wahnsinnig komplex"?
Stevens führt weiter aus: "Darüber hinaus - und das wiegt noch viel schwerer - gibt es eine Unterlassungsverpflichtungserklärung, aus der sich natürlich zwingend auch eine Verschwiegenheit ergibt, gewisse Dinge nicht wiederholen zu dürfen, auch nicht sinngemäß wiederholen zu dürfen." Das sei alles "wahnsinnig komplex" und gehöre sicher nicht ins Dschungelcamp. Man habe Ofarim daher auch dringend geraten, "auf gut Deutsch die Klappe zu halten".
Doch ist die Sachlage tatsächlich so komplex? Oder wird hier nicht vielmehr mit vielen juristischen Verklausulierungen weiter um den heißen Brei herumgeredet: dass Ofarim anscheinend an seiner Behauptung, er sei von einem Leipziger Hotel-Angestellten antisemitisch beleidigt worden, festhält, nur diese nicht öffentlich wiederholen darf? Tekin, der von sich selbst sagt, ein "bisschen auf den Kopf gefallen" zu sein, könnte es schon ganz gut auf den Punkt gebracht haben: "Die Wahrheit dürfte er dann sagen … einfach traurig."