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Gericht schützt Bushidos Kinder Fler muss Rap-Text ändern

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Früher verstanden sie sich mal, heute sind sie sich spinnefeind: Fler (l.) und Bushido (in einer Szene des Films "Zeiten ändern dich").

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Rapper Bushido und Fler werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. In der Auseinandersetzung der beiden mischt inzwischen allerdings auch Bushidos Frau Anna-Maria Ferchichi mit. Sie ist gegen einen Song Flers vor Gericht gezogen und hat nun Recht bekommen - zumindest zum Teil.

Rapper Bushido hat im Dauerstreit mit seinem Berliner Rivalen Fler einen kleinen Etappensieg errungen: Fler muss nach einer Gerichtsentscheidung den Text seines Songs "Noname" ändern, in dem er gegen Bushidos Frau und die gemeinsamen Kinder des Paares austeilt.

Das Landgericht München I untersagte Fler, der mit bürgerlichem Namen Patrick Losensky heißt, weiter zu behaupten, Bushido (bürgerlich Anis Ferchichi) sei nicht der Vater der vier gemeinsamen Kinder mit Anna-Maria Ferchichi. Auch dass stattdessen der gesamte Kader des SV Werder Bremen als Vater in Betracht komme, darf Fler nicht weiter rappen.

Hintergrund ist ein seit Jahren andauernder Streit zwischen den Berliner Rappern, der szeneüblich über Songtexte ausgetragen wird, in denen sie sich gegenseitig beleidigen. Zuletzt rappte Bushido im Song "Renegade" über Fler, dieser habe eine Karotte im Anus stecken - worauf dieser mit dem Lied "Noname" reagierte, das er nach der Gerichtsentscheidung nun ändern muss.

"Noname" geht offline

Die Kinder der Ferchichis - der älteste gemeinsame Sohn ist sieben Jahre alt - hätten mit dem Streit der Rapper nichts zu tun, sie könnten sich nicht wehren und seien durch "Noname" in ihrer Persönlichkeitsentwicklung eingeschränkt, befand das Gericht. Ihre Mutter, die noch ein Kind aus einer früheren Beziehung in die Ehe mit Bushido eingebracht hat, müsse allerdings beleidigende und unwahre Zeilen über sich hinnehmen. Sie hatte sich laut Gericht auf Instagram in den Streit eingemischt und ihrerseits Fler beschimpft.

Der bislang nur im Internet veröffentlichte Track "Noname" müsse nun offline genommen und die Textstellen abgeändert werden, sagte Flers Rechtsanwalt Christian-Oliver Moser. Anna-Maria Ferchichis Anwältin Eva Frauenschuh erklärte, sie wolle eine Berufung gegen die Entscheidung prüfen.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa