Nach Stromausfall im DunkelnFranca Lehfeldt schimpft auf die Politik

Wegen des Stromausfalls im Südwesten von Berlin sitzen auch so manche Promis im Dunkeln. Zum Beispiel: Franca Lehfeldt mit ihrem Ehemann, Ex-Bundesfinanzminister Christian Lindner. Sie geißelt nun das "Versagen der Berliner Landesregierung".
Für Zehntausende Berlinerinnen und Berliner hat das neue Jahr alles andere als froh begonnen. Sie sitzen nach dem mutmaßlich linksextremen Anschlag auf die Stromversorgung im Südwesten der Hauptstadt seit dem Wochenende im Dunkeln. Und es wird wohl noch eine Weile dauern, bis bei ihnen wieder das Licht angeht.
Zwar konnten von den 45.000 Haushalten und 2200 Unternehmen, die von dem Blackout zunächst betroffen waren, bis zum Sonntag wieder 7000 Privat- und 150 Gewerbekunden an das Stromnetz angeschlossen werden. Doch bis die Versorgung wieder flächendeckend hergestellt ist, werden wohl noch mehrere Tage vergehen. Ziel ist es, den Schaden bis Donnerstag zu beheben.
Zu den Betroffenen in den gutbürgerlichen Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde zählen natürlich auch einige Prominente. So erwarb der ehemalige FDP-Chef und Ex-Bundesfinanzminister Christian Lindner 2021 ein Haus in Nikolassee, in dem er mit Franca Lehfeldt lebt. Die beiden sind seit Juli 2022 verheiratet und seit April 2025 Eltern einer Tochter. Und auch in ihrem Zuhause ist es aktuell offenbar zappenduster.
Für Sicherheit statt Bäume
Das geht aus einem wütenden Post hervor, den Lehfeldt am Sonntag auf ihrer Instagram-Seite veröffentlichte. "Seit über 24 Stunden sind über 35.000 Haushalte im Berliner Südwesten ohne Strom und Wärme, wir sind einer davon", stellt die 36-Jährige darin zunächst fest, ehe sie fortfährt: "Der erste Schreck legt sich und man stellt sich die Frage: Wie kann es in der Hauptstadt der Bundesrepublik sein, dass kritische Infrastruktur so leicht zugänglich ist, dass sie für Tage sabotiert werden kann?"
Lehfeldt lobt das "Engagement der Einsatzkräfte" und die "Solidarität in den Nachbarschaften", geht zugleich jedoch mit den politisch Verantwortlichen in Berlin hart ins Gericht: "Wie wollen wir uns eigentlich gegen die Angriffe staatlicher Akteure auf diese Infrastruktur schützen, wenn wir die linksextremistischen Wiederholungstäter in der Hauptstadt nicht in den Griff bekommen?"
Lehfeldt moniert offen ein "Versagen der Berliner Landesregierung". Es werde "für alles Mögliche" öffentliches Geld eingesetzt, "bei wesentlichen Fragen wie Sicherheit oder Bildung überzeugt der Staat den Steuerzahler nicht mehr", beklagt die Frau des Ex-Politikers Lindner und führt ein konkretes Beispiel an. Demnach plant Berlin derzeit für 3,2 Milliarden Euro neue Bäume zu pflanzen. "Das sollte man erst angehen, wenn die Stromversorgung in Berlin gegen Extremisten gesichert ist", fordert Lehfeldt.
Die ehemalige Journalistin ist nicht die einzige Prominente, die sich nach dem Stromausfall öffentlich zu Wort gemeldet hat. Am Wochenende gab auch Sängerin Sarah Connor in einer Instagram-Story einen Einblick in ihr frostiges und düsteres Zuhause - mit Stirnlampe und dicker Winterjacke. "Liebe Grüße aus Berlin vom Stromausfall", erklärte sie da. Und weiter: "Wir rennen hier durchs Haus und sind kopflos und haben Jacken an, weil es ist kalt und es ist dunkel."
"Ganz schön verwundbares Plätzchen"
Die vierfache Mutter führte zudem aus: "Wir haben leider keinen Kamin und auch irgendwie keine Lampen, die man nur mit Batterien nutzen kann. Uns fällt gerade auf, dass wir gar nicht so gut vorbereitet sind für so einen Komplettausfall." Mit einer Prise Galgenhumor merkte Connor an: "Jetzt lach' ich noch ... Wahrscheinlich ist es übermorgen gar nicht mehr so lustig".
Wenig später meldete sich die 45-Jährige erneut bei ihren Fans. Diesmal saß sie in einem geheizten und hellen Hotelzimmer. "Wir haben uns jetzt entschieden, ins Hotel zu gehen, weil es einfach zu kalt ist und weil es irgendwie ging. Ich finde es, wenn ich darüber nachdenke, echt ganz schön krass und frage mich, ob wir in so einer großen Stadt nicht besser darauf vorbereitet sein können, weil es ist ja noch nicht mal so ein großer Anschlag", erklärte Connor nun.
Dass sie als millionenschwerer Popstar in so einer Situation privilegiert ist, sei ihr durchaus bewusst, machte Connor deutlich: "Für uns ist es kein Problem. Wir können halt hier ins Hotel gehen und haben es jetzt heute Abend warm. Aber wie machen das andere Leute?"
Schließlich richtete auch sie sich direkt an die politischen Entscheidungsträger: "Liebe Politiker, wie helft ihr denn da jetzt? Gibt es da nichts, was man machen kann? Dass da irgendwelche Notfallaggregate greifen, die Haushalte versorgen können im Notfall?", stellte sie fragend in den Raum und ergänzte: "Also ich sag' mal, wir sind echt ein ganz schön verwundbares Plätzchen hier in Berlin."