"DSDS" - Die erste Live-Show"Für mich bist du eine elf von zehn!"

Mit der ersten von insgesamt drei Live-Shows biegt das diesjährige "DSDS"-Ensemble so langsam aber sicher in die Zielgerade ein. Wer kann auch unter Primetime-Bedingungen überzeugen?
Nach einem intensiven Casting- und Recall-Marathon steht nun endlich die große Bühne bereit. Bevor es für die auserlesenen Kandidaten aber ins Rampenlicht geht, lässt Jurorin Isi Glück in der begleitenden Doku-Reihe "DSDS Reality" auf RTL+ noch schnell eine Personal-Bombe platzen, die es in sich hat. So wird verkündet, dass Delijah ihre weitere Teilnahme aus persönlichen Gründen beenden musste. Dafür dürfen nun die beiden Glückspilze Tyrell und Noemi ins begehrte Live-Show-Teilnehmerfeld nachrücken. Mehr Aufregung geht nicht.
Zu den Eurodance-Remix-Klängen von "We Have A Dream" geht es schnurstracks auf die Showbühne. Dort warten schon die gespannte Jury, eine ganz hibbelige Laura Wontorra und 1300 wild applaudierende Studiobesucher. Bevor es aber so richtig losgeht, müssen die beiden Nachrücker, Tyrell und Noemi, noch über die Showdown-Hürde. Am Ende ihres eröffnenden Duetts wird es nur für einen von beiden weitergehen. Der Revolverheld-Schmachtfetzen "Ich lass für dich das Licht an" steht Sunnyboy Tyrell besser zur Seite. Für Noemi platzt der Superstar-Traum ein zweites Mal – diesmal gibt es aber kein Zurück mehr.
Abii setzt alles auf die Performance-Karte
Das kurze Stimmungstief hält zum Glück nicht lange an. Die jetzt endlich vollzählige Top-10-Truppe will endlich liefern und der Jury und den Zuschauern beweisen, dass sie zu Recht ausgewählt wurde. Abii macht den Anfang. Der 24-jährige Koblenzer mit afghanischen Wurzeln setzt alles auf die Performance-Karte ("Belong Together") – und geht damit leider baden. Mit lockeren Ukulele-Sounds und übersteuerten Good Vibes tut sich Abii nach Ansicht der Jury keinen Gefallen. "Die Nummer war einfach nichts für dich", urteilt Bushido kurz und knapp.
Auch Format-Küken Valentina greift mit ihrer Songauswahl ("Lush Life") daneben. Dieter Bohlen schlägt die Hände vors Gesicht: "Das ist alles Blödsinn! Viel zu viel Rumgehampel. Du solltest dich mehr aufs Singen konzentrieren", poltert der Poptitan. Nach einer soliden Deutschpop-Performance von Maric ("Still") und einem "bärenstarken" Auftritt von Straßenmusikant Alex ("Eternity"), begibt sich Nachrücker Tyrell mit seinem zweiten Song des Abends wieder unfreiwillig zurück aufs Glatteis. "Every Breath You Take" ist dann doch "eine Nummer zu groß" für den 19-jährigen Oranienburger.
Auf Billie Eilish folgt Andreas Gabalier
Im Anschluss zeigt Constance, wie man es besser macht. Mit Billie Eilish im Ohr und ganz viel Selbstbewusstsein verzückt die 19-Jährige vor allem Jurymitglied Bushido: "Ich bin einer deiner größten Fans!", schwärmt der Deutschrapper. Nach Billie Eilish kommt Andreas Gabalier. Was in der normalen Welt für Verwirrung sorgen würde, lässt in Köln-Ossendorf die Halle erzittern. Partylöwe Peter stimmt die Volxmusi-Hymne "Hulapalu" an und der ganze Saal tobt. Auch Noemis neuer Boyfriend Paco und Powerbardin Kadischa haben ihre Hausaufgaben gemacht. Während Paco als Latin Lover glänzt ("Risk It All"), beeindruckt Kadischa als Disco-Pop-Wirbelwind ("About Damn Time").
Fehlt nur noch Altmeister Menowin. Und was soll man sagen? Der Mann, der in ein paar Monaten zum neunten Mal Vater wird, nimmt alle Etta James-Fans mit auf eine gefühlvolle Reise ("I'd Rather Go Blind"). Menowins Hände zappeln wie die eines großen Big-Band-Entertainers. In seinem schnieken Anzug schwebt der 38-jährige Comebacker förmlich über die Bühne. Dieter Bohlen kann es kaum fassen: Du bist in der Form deines Lebens! Für mich bist du eine elf von zehn!", jubelt der Jury-Chef. Die Lobeshymnen aus der Jury-Ecke sind aber nur Schall und Rauch, wenn am Ende der Show keine Leute zum Hörer greifen. Und so muss auch Menowin noch etwas zittern, ehe feststeht, dass er am kommenden Samstag zum zweiten Mal auf der Live-Show-Bühne performen darf. Auch Paco, Tyrell, Maric, Constance, Abii, Kadischa und Alex dürfen weiter vom großen Superstar-Triumph träumen. Für Peter und Valentina hingegen endet die Reise nach der ersten Live-Show. Beide haben die wenigsten Anrufe erhalten.