Unterhaltung

"Er weiß, was passiert ist" Giuffre erneuert Vorwürfe gegen Prinz Andrew

imago93889545h.jpg

Prinz Andrew trat im Zuge des Skandals von seinen royalen Ämtern zurück.

(Foto: imago images/AAP)

Prinz Andrews Verwicklung in den Epstein-Skandal beherrscht weiter die Medien. In einem BBC-Interview bestritt er die Vorwürfe, eine Minderjährige missbraucht zu haben. Doch das mutmaßliche Opfer, Virginia Giuffre, wiederholt ihre Anschuldigung nun vor laufender Kamera.

Mit ihren Aussagen hat Virginia Roberts, heute Virginia Giuffre, die Schlagzeilen über Prinz Andrews Verwicklung in den Epstein-Skandal ins Rollen gebracht. Giuffre behauptet, sie habe zwischen 1999 - damals war sie 17 Jahre alt - und 2002 in London, New York und auf Epsteins privater Karibikinsel mit Prinz Andrew schlafen müssen. In einem BBC-Interview wies der Sohn von Queen Elizabeth II. die Vorwürfe zurück. Nun hat sich Giuffre erneut geäußert, erstmals in einem Interview im britischen TV.

*Datenschutz

Guiffre ist in einer einstündigen BBC-Sendung unter dem Titel "Der Prinz und der Epstein-Skandal" zu sehen. In einem ersten Ausschnitt stellt sie klar: "Er weiß, was passiert ist, ich weiß, was passiert ist. Nur einer von uns erzählt die Wahrheit." Zudem spricht sie mit gebrochener Stimme von einer "beängstigenden Zeit" in ihrem Leben. Das vollständige Interview, das laut dem Sender noch vor Prinz Andrews Interview aufgenommen wurde, zeigt BBC One am Montag, den 2. Dezember.

Prinz Andrew weist Erinnerungslücken auf

"Ich erinnere mich nicht daran, diese Dame jemals getroffen zu haben, überhaupt nicht", hatte Prinz Andrew in seinem BBC-Interview gesagt. Auf Nachfrage, ob er sich wirklich nicht an das Treffen mit Frau Giuffre erinnere, bekräftigte er nochmals: "Nein." Kritiker warfen ihm nach der Ausstrahlung vor, gelogen zu haben.

Von den beiden existiert ein Foto, auf dem Andrew und die junge Frau Arm in Arm und lachend für die Kamera posieren. Entsprechende Details aus Giuffres Behauptungen wurden jedoch aus den Akten gestrichen, nachdem ein Richter befunden hatte, sie seien für den Hauptfall unwichtig.

Dem inzwischen verstorbenen Unternehmer Jeffrey Epstein (1953-2019) wurde vorgeworfen, zahlreiche minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben. Prinz Andrew sorgte mit seiner Freundschaft zu dem vermeintlichen Sexualstraftäter in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen. Nach seinem Interview mit der BBC trat der Prinz von all seinen royalen Ämtern zurück.

Quelle: n-tv.de, lri/spot

Mehr zum Thema