Ärzte legen Veto einHaftbefehl muss nach Nasen-OP Auftritt absagen

25 Jahre nimmt Rapper Haftbefehl Kokain. Das zerstört seine Nase. Diese soll nun operativ gerichtet werden. Ein erster Eingriff liegt hinter ihm, der nun allerdings berufliche Konsequenzen hat.
Mit 13 nimmt Aykut Anhan, bekannt als Haftbefehl, zum ersten Mal Kokain - und hört Jahrzehnte nicht mehr damit auf. Die Folgen sind ihm anzusehen. Die Nase des Rappers ist zerstört. Zuletzt zeigte sich der 40-Jährige, der in der Netflix-Doku "Babo: Die Haftbefehl-Story" offen über seine Drogenvergangenheit gesprochen hat, nur vermummt mit einem Schal oder Tuch vor dem Gesicht.
Im Januar verriet Nina Anhan, die Ehefrau des Rappers, dass ihr Mann sich unters Messer gelegt habe, um seine Nase chirurgisch rekonstruieren zu lassen. Das Ergebnis des Eingriffs sollten Haftbefehls Fans eigentlich beim "Timetable 808 Zürich Festival" am 28. Februar bewundern können. Nun verkündet der Veranstalter allerdings, dass Aykut Anhan seinen Auftritt leider absagen musste.
"Haftbefehl hatte sich vor Kurzem einer notwendigen Nasenoperation unterzogen. Die Genesung verlief grundsätzlich positiv und ein Auftritt schien realistisch. Nach der jüngsten ärztlichen Einschätzung wurde jedoch entschieden, dass die Belastung für die Nase aktuell noch zu hoch ist", schreiben die Organisatoren auf der offiziellen Instagram-Seite des Festivals.
In Abstimmung mit Haftbefehls Ärzten müsse der Auftritt daher abgesagt werden. "Gesundheit geht vor. Auch, wenn wir uns sehr auf ihn gefreut haben", heißt es in dem Post.
Festival-Macher arbeiten an einer Lösung
Die Enttäuschung der Fans täte ihnen leid und sie würden "mit Hochdruck" an einer Lösung arbeiten, beteuern die Veranstalter. Haftbefehl wäre am 28. Februar als einer von mehreren Musik-Acts aufgetreten. Auch ohne ihn bliebe das Line-up "hochkarätig", versprechen die Festival-Macher.
Nina Anhan hatte bereits vor der OP deutlich gemacht, dass sie die Nase ihres Mannes "gar nicht so schlimm" finde. Die Vermummung, auf die Haftbefehl bei öffentlichen Auftritten zuletzt stets viel Wert gelegt hatte, sei eigentlich gar nicht nötig. Schließlich habe er ja eine Nase. "Er hat einfach keine Lust, dass alle darauf starren", erklärte sie vor einiger Zeit gegenüber der "Bild"-Zeitung.