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Harry Styles bei einem Auftritt - nicht in Berlin, sondern beim iHeartRadio Music Festival.
Harry Styles bei einem Auftritt - nicht in Berlin, sondern beim iHeartRadio Music Festival.(Foto: John Salangsang/Invision/AP)
Mittwoch, 08. November 2017

Das große Kreischen: Harry Styles kann's auch allein

Von Anna Meinecke

Goldige 16 Jahre alt war Harry Styles, als er per Castingshow Teil einer Band wurde, die einmal zu den erfolgreichsten Musik-Acts der Welt zählen sollte: One Direction. Jetzt darf er solo glänzen. Bei seinem Konzert in Berlin versprüht er seinen britischen Charme.

Die Mädchen haben Glitzer im Gesicht und Blumenkränze auf dem Kopf. Sie sind nicht mehr ganz Teenager, aber auch nicht recht erwachsen. Eben genau so alt, dass sie One Direction damals als Kinder anhimmeln konnten und Harry Styles heute sexy finden. Styles hat in diesem Jahr sein erstes Solo-Album veröffentlicht. Nun steht er ohne Bandkollegen auf der Bühne des Berliner Tempodroms.

Styles hat sich einen Anzug angezogen. Stylisch, stilvoll, unendlich reif. Man sieht ihm die Boyband nicht an und das soll bestimmt auch so. Musikalisch hat sich Styles mit seinen eigenen Songs bereits maximal weit entfernt von der Kitschpopkiste positioniert. Da ist der Look nur konsequent.

Erster Song, erste Rose. Es werden noch einige weitere fliegen. Harry Styles, der Frauenheld. Taylor Swift hat ihm gleich mehrere Songs gewidmet - keine netten, versteht sich. Zur Abschreckung haben die aber nicht gereicht. Das Publikum kreischt, es schluchzt, es drängelt um die besten Plätze. Es performt ein Rockstar, doch die Fans feiern ihn als ihren Popprinzen.

"You're very special!"

Styles präsentiert sich als neuer Mann, doch wenn bei "Woman" die Hände hochgehen, sind es wohl die gleichen, die schon zu One Directions "What Makes You Beautiful" gen Bühne geschleudert wurden. Wie viele neue Fans wohl an diesem Abend gekommen sind? Und wenn es die alten sind, die die Halle füllen, sind sie dann für die neuen Songs oder den alten Schwarm gekommen?

Harry Styles ist unter den Mitgliedern von One Direction, das was Justin Timberlake für *NSYNC war. Er ist der Vielversprechendste. Er schreibt seine Songs selbst. Und die kommen an - bei Kritikern und Fans gleichermaßen. Harry Styles ist so ein Typ, der braucht an diesem Abend im Tempodrom nur ein "You're very special!" ins Mikro zu hauchen und es schmelzen selbst die begleitenden Väter dahin. Und er ist live verdammt gut.

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Quelle: n-tv.de

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