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Schlager-Star teilt #wirsindmehr Helene Fischer bricht Schweigen zu Chemnitz

Auf Instagram bekundet Helene Fischer ihre Vorfreude auf ihr Konzert in Berlin und tut etwas, auf das wohl viele gewartet haben: Sie bekennt sich zu #wirsindmehr. Ein selten klares Statement für eine Künstlerin, die sich seit Jahren politisch lieber bedeckt hält.

Als Musiker wie die Toten Hosen, Marteria und Kraftklub mit ihrem Konzert in Chemnitz ein beeindruckendes Zeichen gegen Rechts setzen, fällt auf: Gerade die Künstler, die im Mainstream großen Erfolg genießen, halten sich erstaunlich bedeckt. Zumindest im Fall von Schlager-Star Helene Fischer hat sich das nun geändert.

In einem Instagram-Post vor einem Konzert in Berlin, bekundet die Sängerin nicht nur ihre Vorfreude, sondern äußert sich auch zu #wirsindmehr: "Wir können und dürfen nicht ausblenden, was zur Zeit in unserem Land passiert, doch wir können zum Glück auch sehen wie groß der Zusammenhalt gleichzeitig ist - das sollte uns stolz machen."

Fischer war zuvor unter anderem in den sozialen Netzwerken wegen ihres Schweigens kritisiert worden. Die Sängerin spricht nur selten über politische Themen. Im vergangenen Jahr wurde sie deshalb unter anderem von Campino, dem Sänger der Toten Hosen, kritisiert.

Ausgerechnet Ex-AfD-Chefin Frauke Petry kam ihr damals zu Hilfe. "Merkel'sche Hofsänger machen sich einer gespaltenen Gesellschaft mitschuldig: Ausgrenzen, wenn Argumente fehlen", twitterte Petry und stichelte damit gegen Campino, der sich 2017 mehrmals lobend zu Merkel geäußert hatte.

Zum #wirsindmehr-Konzert in Chemnitz kamen etwa 65.000 Menschen aus ganz Deutschland, um ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Nach der Tötung eines 35-Jährigen in der Stadt hatte es vor einer Woche Demonstrationen auch rechter Gruppierungen gegeben, es kam dabei zu Angriffen auf Ausländer und Journalisten.

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Quelle: n-tv.de, agr/spot