Unterhaltung

"Ich sterb für dich" Hier legt sich eine unters Messer

imago79710148h.jpg

Legt sich für den Tierschutz ins Zeug: Vanessa Mai.

(Foto: imago/Future Image)

Die Organisation Peta ist bekannt für ihre teils provokanten Kampagnen im Namen des Tierschutzes. Und sie ist bekannt dafür, die Unterstützung vieler Promis dabei zu erhalten. Da will auch der Shootingstar der deutschen Schlagerszene nicht fehlen.

Als Jurorin bei "Deutschland sucht den Superstar " (DSDS) hat Vanessa Mai die Leistung so manches Kandidaten seziert. Bei "Let's Dance" wiederum wurden ihre Darbietungen von der Jury um Joachim Llambi, Motsi Mabuse und Jorge González eingehend untersucht. Doch bei der Operation, für die sich die 25-Jährige jetzt engagiert, geht es um ein wesentlich ernsthafteres Anliegen. Mai ist das Aushängeschild einer neuen Kampagne der Tierschutzorganisation Peta.

2017-08-Vanessa-Mai-Sezierung-Poster-Hochformat-RGB.jpg

Das Plakat von Peta - ein Hingucker.

(Foto: obs/PETA Deutschland e.V./Marc Rehbeck)

Beim Anblick des Plakats zu der Aktion kann man schon mal zusammenzucken. "Ich sterb für dich", steht in großen Lettern darauf - so hieß auch ein Hit der Schlagersängerin aus ihrem Album "Für dich" im vergangenen Jahr. In kleinerer Schrift heißt es darunter zudem: "Stoppt das Sezieren!". Ins Auge fällt jedoch natürlich vor allem die Großaufnahme von Mais Gesicht und blankem Oberkörper. Knapp unterhalb ihres Schlüsselbeins scheint ein Skalpell durch ihre Haut zu fahren. Aus der Wunde fließt Blut.

"Veraltet und tierquälerisch"

Natürlich ist das nur eine Fotomontage. Und natürlich ist es nur Kunstblut. Das Ziel, Aufmerksamkeit zu erregen, erreicht die Aufnahme dennoch allemal. Und worum geht es bei der Kampagne? Peta und Mai wollen ein Zeichen gegen das Töten von Tieren an deutschen Hochschulen setzen. Den Tierschützern zufolge werden jährlich mehr als 55.000 Tiere für Sezierkurse an den Universitäten getötet. Dazu zählten etwa Kaninchen, Hühner, Katzen und Ziegen, aber auch Frösche, Rinder, Schweine, Pferde und Heuschrecken.

"Studien zeigen, dass eine Kombination aus modernen, tierfreien Lehrmitteln mit praktischen Übungen der beste Weg ist, junge Mediziner und Naturwissenschaftler gezielt auf ihren Beruf vorzubereiten", erklärt Mai im Dienste von Peta. Und die Sängerin ergänzt: "Es ist veraltet und tierquälerisch, dass noch immer Tiere in der Lehre wie Objekte behandelt werden. Es sind Lebewesen, die fühlen und leiden wie wir! Es ist an der Zeit, das zu beenden."

Ob die Kampagne wohl tatsächlich zu einem Umdenken an den Universitäten führen wird? Es dürfte manche Forscher geben, die Peta widersprechen. Gleichwohl ist es den Tierschützern mit Mais Hilfe schon mal geglückt, ein Schlaglicht auf das Thema zu werfen.

Quelle: n-tv.de, vpr

Mehr zum Thema