Unterhaltung

Weltweite Bewegung für Pinguine Hollywood-Star Bardem kämpft für Ozeane

99911268.jpg

Als Greenpeace-Botschafter macht sich Javier Bardem Sorgen um die Weltmeere.

(Foto: picture alliance / Paul Zinken/d)

Schon länger arbeitet der Hollywood-Schauspieler mit Greenpeace zusammen: Nun nutzt Javier Bardem seine Aura, um vor den Vereinten Nationen für einen Vertrag zu werben, der die Ozeane besser vor ihrem größten Feind schützen soll: dem Menschen.

Mit einer eindringlichen Aufforderung zum Handeln hat Oscar-Preisträger Javier Bardem sich am Rande von UN-Verhandlungen zum Schutz der Meere an die Delegierten gewandt. "Es gibt eine wachsende weltweite Bewegung von Millionen Menschen außerhalb dieses Konferenz-Raums, die den Schutz unserer Ozeane, der Wale, Schildkröten, Pinguine und anderen unglaublichen Lebewesen, die dort leben, fordert, sagte Bardem zu Beginn der dritten Verhandlungsrunde für ein globales Hochseeschutz-Abkommen in New York. "Die Welt beobachtet, wie Sie diesen Vertrag aushandeln."

Bei der Konferenz unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen wollen die Delegierten bis zum 30. August über Maßnahmen beraten, um jene Meeresgebiete zu schützen, die weiter als 200 Seemeilen, umgerechnet 370 Kilometer, vom jeweiligen Küstenstaat entfernt liegen und damit keinen nationalen Hoheitsbefugnissen unterliegen. Diese Gebiete machen rund zwei Drittel der gesamten Meeresfläche aus und sind noch immer weitgehend unerforscht.

"UN haben historische Chance, das Blatt zu wenden"

"Unsere Ozeane stehen unter größerem Druck als zu jeder anderen Zeit in der Geschichte", sagte Bardem weiter. Zu den größten Bedrohungen gehörten die Verschmutzung mit Plastik, die Überfischung, Tiefseebohrungen und die Folgen der Klimakrise. "Sie haben eine historische Chance, das Blatt zu wenden, nicht nur für die Hochsee und das Leben im Meer, sondern für den gesamten Planeten", sagte der spanische Schauspieler.

RTS2N2RY.jpg

Marsch über den Times Square: Der spanische Oscar-Preisträger Javier Bardem.

(Foto: REUTERS)

Der 50-Jährige hat sich und seinen Promi-Faktor schon früher in die Dienste der Umweltschutzorganisation Greenpeace gestellt und trat am Morgen auch auf dem New Yorker Times Square für den Schutz der Meere auf. Greenpeace ist bei der dritten von vier Gesprächsrunden in New York auch Teilnehmer der Verhandlungen. Das Ergebnis wird für 2020 erwartet. Ziel ist ein Regelwerk der Staatengemeinschaft für den Schutz der Gewässer außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszonen.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

Mehr zum Thema