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Clinton-Doku und Superhelden Hollywood verleiht "Goldene Himbeeren"

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Schlechtestes Leinwandpaar: Ben Affleck als Batman und Henry Cavill als Superman.

(Foto: AP)

Hollywoodstars meiden diese Veranstaltung normalerweise. Kein Wunder: Bei den Razzies geht es um die schlechtesten Filme. Absahnen kann in diesem Jahr nicht nur ein Superhelden-Film, sondern auch eine selbsternannte Dokumentation.

Der Dokumentarfilm eines rechten Aktivisten gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ist mit dem gefürchteten Filmpreis "Goldene Himbeere" als schlechtester Film ausgezeichnet worden. "Hillary's America: The Secret History of the Democratic Party" erhielt den Anti-Preis am Samstagabend in Hollywood.

Der Clinton-Kritiker Dinesh D'Souza bekam für das Machwerk zudem Preise als schlechtester Schauspieler und schlechtester Regisseur. Becky Turner, die ebenfalls mitwirkt, wurde als schlechteste Schauspielerin ausgezeichnet. In dem Film wird die Politikerin, die im November die Präsidentschaftswahl gegen Donald Trump verlor, verunglimpft.

Ebenfalls vier "Goldene Himbeeren" erhielt die Comicverfilmung "Batman v. Superman: Dawn of Justice". Sie bekam den Preis als schlechteste Neuverfilmung oder Fortsetzung. Das Action-Spektakel gewann zudem drei weitere der sogenannten "Razzies": in den Kategorien schlechtester Nebendarsteller (Jesse Eisenstein), schlechtestes Leinwandpaar (Ben Affleck und Henry Cavill) sowie schlechtestes Drehbuch.

Sandra Bullock kam persönlich

Obwohl beide Filme die gleiche Anzahl Preise erhielten, sind sie nach Ansicht der Veranstalter "entschieden unterschiedlich". Bei beiden handle es sich allerdings um "filmischen Matsch". An den Kinokassen schnitten beide Filme allerdings sehr unterschiedlich ab: "Batman v. Superman" spielte rund 825 Millionen Euro ein, "Hillary's America" brachte es nur auf etwa 12,4 Millionen Euro.

Die "Goldenen Himbeeren", die in den USA Golden Raspberry Awards genannt werden, gibt es seit 1980. Sie wurden als erklärtes Gegenmodell zu den Oscars ins Leben gerufen, die traditionell einen Abend später verliehen werden. Die Preisträger erscheinen fast nie persönlich, um die Schmähtrophäe abzuholen. Eine der wenigen Ausnahmen war 2010 Sandra Bullock. Einen Tag nach Empfang der "Goldenen Himbeere" gewann sie dann einen Oscar als beste Schauspielerin. Allerdings erhielt sie die Preise für verschiedene Filme.

Zu den Preisträgern zählt übrigens auch US-Präsident Donald Trump. Er erhielt 1991 eine "Goldene Himbeere" als schlechtester Nebendarsteller in dem Film "Mein Geist will immer nur das Eine ...", in dem er einen Cameo-Auftritt hat. Er holte sich den Preis nicht ab - nach Angaben der Veranstalter steht die Auszeichnung aber weiterhin für ihn bereit.

Quelle: n-tv.de, mli

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