Blut, Ohnmacht und ein JubiläumIn dieser "Let's Dance"-Staffel ging es hoch her

Am heutigen Freitag, den 29. Mai, feiert "Let's Dance" sein großes Finale. Wer "Dancing Star" 2026 wird, steht noch nicht fest, sicher ist aber jetzt schon: Die 19. Staffel der RTL-Tanzshow hatte es in sich.
Seit dem 27. Februar kämpfen 14 Prominente in der 19. "Let's Dance"-Staffel um den Titel "Dancing Star" 2026. Wer Nachfolgerin oder Nachfolger von Vorjahressieger Diego Pooth wird, entscheidet sich am heutigen Freitag, den 29. Mai, im großen Finale der RTL-Tanzshow. Dann tritt Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack als letzte Frau im Wettbewerb gegen "Ninja Warrior"-Sportler Joel Mattli und Musiker Milano an.
Wer von den drei Finalisten die "Let's Dance"-Jury und die anrufenden Zuschauer überzeugen kann, wird sich erst in ein paar Stunden zeigen. Doch jetzt schon steht fest: Diese Staffel hatte es ganz schön in sich. Zwischenzeitlich floss sogar Blut. Wir blicken mal zurück.
Tangostunde mit Esther Schweins' Mutter
Esther Schweins legte am 10. April einen leidenschaftlichen Tango mit Profi-Tänzer Massimo Sinató aufs Parkett, für den sie 22 Punkte erhielt. Den Tanz widmete die Schauspielerin ihrer Mutter Lieselotte, die ihren 90. Geburtstag feierte. Ein Einspieler zeigte Schweins und Sinató bei der Probe, die unter anderem im Pflegeheim der Seniorin stattfand. Berührender Höhepunkt: Die Schauspielerin und ihr Profi-Tanzpartner nahmen die Jubilarin in ihre Mitte und tanzten als Trio.
Schweins, die "Let's Dance" wegen zwei gebrochener Rippen vorzeitig verlassen musste, bedankte sich später bei Sinató: "Für diesen Moment würde ich alles genauso wieder machen. Danke, Maestro."
Massimo Sinató verschwindet
Am 10. April sorgte Massimo Sinató nach dem leidenschaftlichen Tango dann noch selbst für Aufregung und Rätselraten. Am Ende der Show war der Profi-Tänzer plötzlich nicht mehr dabei. "Let's Dance"-Fans spekulierten danach in den sozialen Netzwerken besorgt, ob etwas Schlimmes vorgefallen sei. Später gab Sinató bei Instagram bekannt, dass es tatsächlich einen Todesfall in seinem engeren Umfeld gegeben habe. Für ihn sei es eine "turbulente und emotionale Woche" gewesen, weil er "einen geliebten Menschen" verloren habe, dann sei noch das krankheitsbedingte frühe Ausscheiden von Esther Schweins dazu gekommen.
20 Jahre Herr Llambi
Bereits seit der ersten "Let's Dance"-Staffel im Jahr 2006 sitzt Joachim Llambi hinter dem Jury-Pult. Somit feiert er 2026 sein 20. Jubiläum als Juror, dessen Urteil gleichermaßen geschätzt wie gefürchtet wird. Zum Jubiläum ließ sich "Herr Llambi" sogar von Moderator Daniel Hartwich, mit dem er sich in den Live-Shows gerne mal humorvoll kabbelt, umarmen - und zeigte sich durchaus emotional. Altersmilde wolle er aber auch künftig "definitiv nicht" zeigen, betonte er.
Bianca Heinicke geht - und kehrt zurück
Influencerin Bianca "Bibi" Heinicke durchlebte während der 19. Staffel eine wahre Achterbahn der Gefühle. In Show fünf schied sie aus, kehrte dann aber als Ersatz für Esther Schweins wieder zurück. Völlig überrumpelt meldete sich Heinicke kurz nach der Bestätigung, dass sie wieder mittanzen kann, bei RTL zu Wort: "Der Tag ist völlig crazy. Ehrlich gesagt, bin ich auch völlig verwirrt." Sie wolle nun "mit Doppel-Ehrgeiz und Doppel-Liebe für uns beide" tanzen, versprach sie Esther Schweins. Am 24. April in Show sieben war ihre "Let's Dance"-Reise dann aber endgültig vorbei.
Bei "Let's Dance" fließt Blut
In der Show am 17. April sorgte Sänger Ross Antony für einen Schreckmoment. Bei einer gefühlvollen Rumba erwischte ihn der Ellbogen von Profitänzerin Mariia Maksina im Gesicht. Antony zog sich eine Platzwunde zu, tanzte aber trotz blutender Verletzung tapfer weiter. Später gab er via Instagram Entwarnung, es sei "alles wieder gut". Vermutlich wird ihn eine kleine Narbe nun für immer an Maksina und seine "Let's Dance"-Teilnahme erinnern.
Im Viertelfinale am 15. Mai folgte dann eine weitere blutige Einlage: Sportskanone Joel Mattli tanzte gemeinsam mit Malika Dzumaev einen Wiener Walzer zu "Suffer" von Charlie Puth. Als Teil der Choreografie kassierte Mattli eine Ohrfeige. Dzumaev langte etwas zu heftig zu und der "Ninja Warrior"-Sportler bekam Nasenbluten.
Nadja Benaissa scheidet trotz 30 Punkten aus
No-Angels-Star Nadja Benaissa und ihr Profi-Tanzpartner Vadim Garbuzov schieden am Ende der achten Liveshow am 1. Mai aus – ziemlich überraschend. Die Sängerin galt nicht nur als eine der Favoritinnen der Staffel, sondern hatte an jenem Abend auch die Höchstwertung von 30 Punkten ertanzt. Juror Joachim Llambi machte danach auf Instagram seinem Ärger Luft und kritisierte die "große Ungerechtigkeit": "Für mich ein Schlag ins Gesicht für Leistung und Fairness". Das Ausscheiden nannte er "unfassbar" und "nicht nachvollziehbar".
Ohnmacht bei der Verkündung
Am Ende der Show am 1. Mai kam es zu einem gesundheitlich bedingten Zwischenfall abseits des Parketts: Profi-Tänzerin Malika Dzumaev brach während der Verkündung auf der Treppe plötzlich zusammen. Moderator Daniel Hartwich reagierte sofort und forderte medizinische Hilfe an. Zum Glück war es aber nichts Dramatisches, wie sie später den Fans mitteilte: "Ich hatte einfach ein bisschen Kreislauf, wahrscheinlich habe ich ein bisschen zu wenig gegessen, zu wenig getrunken und die Aufregung."
Gustav Schäfer tanzt mit seiner Tochter
Tokio-Hotel-Schlagzeuger Gustav Schäfer galt als einer der Sympathieträger der Staffel, aber am 8. Mai musste auch er gehen - trotz eines berührenden "Magic Moments"-Tanzes. Darin verarbeitete er den lange unerfüllten Kinderwunsch bei seiner Frau und ihm sowie die Geburt der heiß ersehnten Tochter Lotti. Während seiner Performance zu Aerosmiths "I Don't Want To Miss A Thing" sprang plötzlich nicht Profi-Tänzerin Anastasia Maruster, sondern die zehnjährige Lotti selbst in seine Arme.
Bereits am 10. April hatte Schäfer vollen Einsatz gezeigt. Denn an dem Abend hatte er gleich zwei Termine. Zunächst lief er bei der Verleihung des Radio Regenbogen Awards im Europa-Park, bei der Tokio Hotel als "Band International" ausgezeichnet wurde, über den roten Teppich. Danach jettete er rasch vom baden-württembergischen Rust ins RTL-Tanzstudio in Köln und schaffte es tatsächlich rechtzeitig zu seinem Auftritt.
Laura Wontorra springt für Victoria Swarovski ein
Eine Premiere gab es dann noch im Viertelfinale am 15. Mai. Da Victoria Swarovski wegen des Eurovision Song Contests in Wien als "Let's Dance"-Moderatorin ausfiel, feierte Kollegin Laura Wontorra ihre Premiere als Hartwichs Co-Moderatorin. "Ich hatte riesigen Spaß bei Let's Dance", betonte sie hinterher. Sie habe großen Respekt vor der Leistung aller Tänzerinnen, Tänzer und Promis. "Was hinter dieser Show an Disziplin, Training und Hingabe steckt, ist wirklich beeindruckend!"
Beeindruckend dürfte sicher auch das "Let's Dance"-Finale werden, das RTL am 29. Mai ab 20.15 Uhr zeigt. Parallel ist die Show auch im Livestream auf RTL+ zu sehen.