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"Hört auf, Tiktok zu sein" Instagram-Chef reagiert auf Jenner-Kritik

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Kommen insgesamt auf fast 700 Millionen Instagram-Follower: Kim Kardashian und Kylie Jenner.

(Foto: imago images/NurPhoto)

Seit Tiktok den Markt erobert hat, legen auch andere Social-Media-Plattformen ihren Fokus mehr auf Videos. Instagram-Nutzern geht dieser Trend zu weit - in einer Petition fordern sie eine Kehrtwende. Nachdem sich auch die Kardashians einmischen, reagiert Insta-Chef Mosseri persönlich.

Die Petition "Make Instagram Instagram again" der Fotografin Tati Bruening macht seit vier Tagen auf der Social-Media-Plattform die Runde. Die 22-Jährige fordert darin die Rückkehr zum Schwerpunkt Foto: "Hört auf, Tikkok sein zu wollen. Ich will nur süße Fotos von meinen Freunden sehen", schreibt sie in ihrem Aufruf.

Neben den aktuell knapp 200.000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern (Stand Mittwochmittag) sind inzwischen auch Top-Stars des Portals wie Kylie Jenner (361 Millionen Follower) und ihre Halbschwester Kim Kardashian (326 Millionen Follower) auf den Zug aufgesprungen. Sie teilten die Petition auf ihren Kanälen.

Kaum haben sich die Reality-TV-Darstellerinnen eingemischt, reagiert der Instagram-Chef Adam Mosseri nun persönlich auf die Kritik - vermutlich auch so ungewöhnlich schnell, um das Debakel von Snap Inc. zu vermeiden. Als Kylie Jenner 2018 twitterte, dass sie Snapchat nicht mehr nutzen werde, rauschte die Aktie um 6,1 Prozent nach unten und verlor innerhalb eines Tages satte 1,3 Milliarden US-Dollar (etwa 1,28 Mrd. Euro) an Marktwert.

"Werden uns weiterentwickeln müssen"

In einem Twitter-Video ging Mosseri auf die Bedenken und die Kritik an der veränderten Strategie ein. "Wir werden weiterhin Fotos unterstützen. Das ist Teil unseres Erbguts", sagt der 39-Jährige in dem Clip. Damit bezieht er sich direkt auf die Bedenken, dass sich die Social-Media-Plattform von ihren Wurzeln entfernt. "Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich glaube, dass Instagram mit der Zeit immer mehr zu einem Videoportal werden wird. Das sehen wir auch, wenn wir nichts ändern", fügt er hinzu. "Wir werden uns auch weiterentwickeln müssen, weil sich die Welt schnell verändert und wir uns mit ihr verändern müssen", so Mosseri weiter.

In weiteren Tweets geht Mosseri zudem auf die Kritik ein, dass Instagram Inhalte von Freunden in den persönlichen Feeds der Nutzerinnen und Nutzer nicht mehr priorisiert. "Eine Sache, die ich oft höre, ist der Wunsch der Leute, mehr Inhalte von Freunden im Feed zu sehen. Ich würde mich freuen, wenn es mehr davon im Feed gäbe, aber das ganze Wachstum an Fotos und Videos von Freunden fand in Stories und in DMs statt."

Und weiter: "Wir werden weiterhin Fotos und Videos von Freunden ganz oben im Feed zeigen, wann immer wir können, aber der beste Weg, um mit Freunden auf dem Laufenden zu bleiben, scheinen die anderen Features von Instagram zu sein." Sein Tipp: "Wenn ihr sichergehen wollt, dass ihr nichts von einem Freund oder einem anderen Konto verpasst, fügt dieses Konto zu euren Favoriten hinzu und wir zeigen diese Beiträge dann oben im Feed an."

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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