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Falsche Angaben zu Start-up?Investoren klagen gegen Selena Gomez wegen möglichen Betrugs

14.08.2026, 04:21 Uhr
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Laut Anklageschrift war Gomez viel weniger in das Unternehmen involviert, als suggeriert wurde. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Gesang und Schauspielerei reichen Selena Gomez offenbar nicht aus. 2021 gründet sie mit ihrer Mutter und einer Unternehmerin das Start-up Wondermind. Investoren stecken Geld hinein und sind nun konsterniert. Es seien falsche Angaben gemacht worden, heißt es in ihrer Klageschrift.

Vor rund fünf Jahren gibt es erstmals Berichte über ein Start-up namens Wondermind, das sich auf "Mentale Fitness" konzentriert. Die drei Gründerinnen - Sängerin und Schauspielerin Selena Gomez, ihre Mutter Mandy Teefey und die Unternehmerin Daniella Pierson - werden jetzt verklagt. Dem Trio wird laut US-Berichten in der Klageschrift Betrug vorgeworfen.

Investoren behaupten laut dem Wirtschaftsmagazin "Forbes", dass die drei Frauen sogenannten "Securities Fraud" begangen haben sollen. Im US-Recht kann dies Beklagten vorgeworfen werden, wenn beispielsweise falsche oder absichtlich irreführende Angaben gegenüber Anlegern gemacht werden - in der Regel im Zusammenhang mit Wertpapieren. So seien dem Bericht zufolge Initiativen für das angeblich angeschlagene Start-up versprochen worden, die nie umgesetzt wurden.

Wondermind war erstmals im Jahr 2021 vorgestellt worden, die zugehörige Webseite ging rund ein Jahr später an den Start. Zwei Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Wondermind SRS 44 und Bespoke Wondermind SPV, geben dem Bericht zufolge an, fast 1,2 Millionen US-Dollar (1,04 Mrd. Euro) in das Start-up investiert zu haben. Den Beklagten werde nun Betrug und Vertragsbruch vorgeworfen.

Geplante App kam nie

Die Kläger geben an, sie hätten in das Unternehmen investiert, weil ihnen fälschlicherweise mitgeteilt worden sei, dass das Start-up über eine erforderliche Infrastruktur verfüge, darunter eine geeignete Unternehmensführung, Partnerschaften und Werbeverträge. "Die Partnerschaften gab es nicht", zitiert das Magazin aus der Klage. "Die Initiativen wurden nie umgesetzt. Die App wurde nie entwickelt. Und drei Jahre lang, während das Unternehmen um sie herum still und leise zusammenbrach, sagten weder Gründerinnen, Führungskräfte noch Vorstandsmitglieder auch nur ein Wort zu den Investoren, deren Geld diesen Zusammenbruch finanziert hat."

In einem Gespräch mit "Good Morning America", bei dem im Jahr 2022 auch ihre Mutter Mandy und Pierson anwesend waren, erklärte Gomez über Wondermind: "Wir möchten, dass es eine Gemeinschaft und einen Raum gibt, in dem Menschen das Gefühl haben können, dass mit ihnen alles in Ordnung ist und sie nicht allein sind."

Auf der Plattform selbst, auf der Pierson keine Erwähnung mehr findet und Teefey als CEO aufgeführt wird, steht aktuell: "Mentale Fitness bedeutet, an der eigenen psychischen Gesundheit zu arbeiten - ganz gleich, wie das für dich aussehen mag. [...] Genau dafür sind wir da - um dir einfache und praktikable Möglichkeiten an die Hand zu geben, deine mentale Fitness jeden Tag in den Vordergrund zu stellen."

In der Klage wird laut "Forbes" behauptet, dass das Start-up zahlreiche falsche Angaben gemacht habe. So sei den Klägern zufolge übertrieben worden, wie groß Piersons unternehmerisches Geschick sei und wie geeignet Gomez' Mutter für eine Führungsposition sei. Außerdem sei suggeriert worden, dass die Schauspielerin und Sängerin enger in das Unternehmen eingebunden werde, als es offenbar der Fall war. Eine Reaktion von Gomez, Teefey oder Pierson zu den derzeitigen Anschuldigungen liegt bislang nicht vor.

Quelle: ntv.de, als/spot

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