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"Will ihn im Gefängnis sehen" Jennifer Lawrence wollte Weinstein töten

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Wenn man "Red Sparrow" gesehen hat, traut man ihr alles zu ...

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die wunderbare Jennifer Lawrence ist bald in einem neuen Film zu sehen, in "Red Sparrow". Dort mimt sie eine furchtlose Agentin, die zwischen die Fronten gerät. Auch im wahren Leben nimmt sie - zum Glück - kein Blatt vor den Mund.

Oscar-Gewinnerin Jennifer Lawrence ist für ihre direkte Art bekannt und beliebt. Für Harvey Weinstein hat sie nun einmal mehr deutliche Worte gefunden. Die Weinstein Company produzierte einst den Film "Silver Linings", für den sie 2013 mit dem Oscar als "Beste Hauptdarstellerin" ausgezeichnet wurde. Doch das hält die heute 27-Jährige nicht davon ab, zum verbalen Schlag gegen den gefallenen Filmmogul auszuholen, um gewisse Punkte noch einmal zu betonen.

Lawrence hat sich in einem neuen Interview mit der US-Show "60 Minutes", die der Sender CBS produziert, erneut zum Fall Harvey Weinstein geäußert - und zwar so deutlich und messerscharf wie nie zuvor. Zunächst bestätigt sie, dass er sich ihr gegenüber "nie unangemessen" verhalten habe. Lawrence stellt aber sofort klar, dass sie diese Tatsache nicht davon abhalten werde, ihre Meinung zu sagen: "Was er getan hat, ist kriminell und erbärmlich."

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Wenn sie frieren will, dann friert sie, basta!

(Foto: dpa)

Dann schildert sie ihre Reaktion auf die Enthüllungen: "Als es herauskam und ich davon hörte, wollte ich ihn töten." Er habe das Leben vieler Frauen zerstört. Ihr Standpunkt: "Ich will ihn im Gefängnis sehen."

Seit Oktober 2017 haben sich Dutzende Frauen öffentlich zu Wort gemeldet, die Harvey Weinstein sexuelle Übergriffe vorwerfen. Die verschiedenen Fälle reichen von sexueller Belästigung bis hin zu Vergewaltigung. Weinstein hat alle Anschuldigungen in Bezug auf nicht einvernehmlichen Sex zurückgewiesen. In London, New York und Los Angeles wird gegen ihn ermittelt. Zuletzt wollten seine Anwälte unter anderem mit positiven Aussagen von Lawrence und Meryl Streep belegen, dass die Vorwürfe gegen ihn haltlos seien. Beide Stars haben bereits zurückgefeuert.

"Extrem beleidigt"

Lawrence hat in letzter Zeit recht viel damit zu tun, Dinge zurechtzurücken: Vor Kurzem erst hat sie sich gegen Kritik an ihrer Kleiderwahl für ein Pressefoto gewehrt. "Das ist nicht nur lächerlich, ich bin extrem beleidigt", schrieb Lawrence auf Facebook. Hintergrund ist ein Bild, das sie bei eisigen Temperaturen in London draußen in einem schwarzen Kleid zeigt, während die Männer neben ihr dicke Jacken tragen.

Journalisten und Fans sahen darin eine Diskriminierung von Lawrence, die als eine der profiliertesten Kämpferinnen für die Gleichberechtigung von Frauen in Hollywood gilt. Während die Männer Mäntel und Schals anhätten, müsse "die arme Jennifer" ein bisschen Stoff tragen, "das manche ein Kleid nennen", twitterte eine Nutzerin. Die britische Journalistin Helen Lewis nannte das Foto in einem Tweet "deprimierend" und "entlarvend".

"Ich liebe Mode und es war meine Entscheidung", schrieb Lawrence daraufhin. Sie habe nur fünf Minuten draußen gestanden und hätte sich - falls nötig - mit dem Kleid auch in den Schnee gestellt. "Glaubt ihr, ich verdecke dieses großartige Kleid mit einem Mantel und einem Schal?". Sie entscheide immer selbst, was sie anziehe. "Und wenn ich frieren will, ist das auch meine Wahl!".

Jennifer Lawrence ist ab Anfang März in dem Agenten-Thriller "Red Sparrow" zu sehen.

Quelle: n-tv.de, soe/spot

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