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Sozialstunden fürs "Boxenluder" Katie Price muss wegen Beleidigung schuften

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Katie Price beim Verlassen des Gerichts - das Urteil dürfte ihr nicht schmecken.

(Foto: picture alliance / empics)

Egal, ob es um ihre Männer, ihre Kinder oder ihre finanzielle Situation geht - mit ihren 44 Jahren ist Ex-"Boxenluder" Katie Price noch immer stets für eine Schlagzeile gut. Nun sorgt sie mit einem Gerichtsurteil für Aufsehen. Schließlich wird sie demnächst eine Strafe abarbeiten müssen.

Weil Katie Price die neue Partnerin ihres Ex-Mannes Kieran Hayler, Michelle Penticost, wüst beleidigt hat, muss die Britin 150 Stunden Sozialarbeit leisten. Dies entschied ein Gericht in der südenglischen Stadt Lewes und sah damit von einer Haftstrafe ab, die durchaus auch möglich gewesen wäre.

Price hatte sich zuvor schuldig bekannt, mit der beleidigenden Nachricht ein Kontaktverbot missachtet zu haben. Weitere 20 Sozialstunden wurden der 44-Jährigen auferlegt, weil sie sich nicht an die Bedingungen einer Bewährungsstrafe für ein Fahrverbot gehalten hatte. Außerdem muss sie 1500 Pfund (rund 1750 Euro) Gerichtskosten zahlen.

Price habe aus Wut gehandelt, sagte Richter Stephen Mooney. "Die Worte, die Sie benutzt haben, waren äußerst beleidigend und hetzerisch, deshalb handelt es sich nicht um einen geringfügigen Bruch (des Kontaktverbots)", schrieb er der Angeklagten ins Stammbuch. Das "Boxenluder" hatte Hayler und seiner neuen Partnerin eine Affäre vorgeworfen und Penticost in einer SMS als "verfickte Hure" bezeichnet.

"Verheerende Folgen"

Price war vor drei Jahren gerichtlich auferlegt worden, sich nicht an die neue Lebensgefährtin ihres Ex-Mannes zu wenden. Die Beleidigungen hätten "verheerende Folgen" für ihren psychischen Zustand gehabt, sagte die neue Partnerin nun aus. Sie habe sich bedroht und eingeschüchtert gefühlt.

Prices Anwalt Nicholas Hamblin sagte, seine Mandantin habe "überreagiert, als sie sich kritisiert fühlte". Zudem leide sie unter psychischen Problemen. Der Ex-Mann und seine Partnerin kritisierten das Urteil als zu milde. Eine Haftstrafe hätte der Schwere des Vergehens mehr Rechnung getragen und ein klares Signal an Price gesandt, ließ das Paar ausrichten.

Katie Price war in den 90er-Jahren durch ihre leichtbekleideten Auftritte etwa als "Seite-3-Mädchen" in der Boulevard-Zeitung "The Sun" oder im "Playboy" bekannt geworden. Ihre Einsätze im Rahmen von Formel-1-Veranstaltungen brachten ihr zudem die Bezeichnung "Boxenluder" ein.

Price sorgt immer wieder mit ihrem Privatleben für Schlagzeilen. Mit drei Partnern war sie bislang verheiratet. Sie hat fünf Kinder von verschiedenen Männern. Ende 2019 wurde sie für bankrott erklärt, nachdem sie einem Plan zur Tilgung ihrer Schulden nicht nachgekommen war.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

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