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Til Schweiger erlebt Desaster Keiner schaut "Head Full of Honey"

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Für Til Schweiger (r.) und seine Remake-Besetzung entwickelt sich "Head Full of Honey" zum Totalflop.

(Foto: imago images / Prod.DB)

Nun gut, die Überschrift ist etwas übertrieben. Ein paar Menschen haben sich Til Schweigers Hollywood-Remake von "Honig im Kopf" dann doch angesehen. Am zweiten Kinowochenende waren es allerdings bereits so wenige, dass sich der Filmemacher theoretisch bei jedem Einzelnen persönlich bedanken könnte.

Was ist da bloß los? "Honig im Kopf" mit Dieter Hallervorden in der Hauptrolle des an Alzheimer leidenden Amandus war schließlich nicht nur Til Schweigers bislang erfolgreichster Film. Mit mehr als sieben Millionen Kinobesuchern gehört der Streifen auch zu den größten deutschen Leinwand-Abräumern aller Zeiten in Deutschland.

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Doch so erfolgreich wie "Honig im Kopf" war, so sehr entwickelt sich das Remake "Head Full of Honey" mit Nick Nolte in der Rolle des nun Amadeus genannten Demenzkranken inzwischen zum Totaldesaster. Schon in den USA, für die Schweiger die Version mit dem Hollywood-Star sicher in erster Linie realisierte, erlebte der Regisseur sein blaues Wunder. Lediglich vier Kinos zeigten den Film hier überhaupt, nahmen ihn aber nach kurzer Zeit auch schon wieder aus dem Programm. Das Einspielergebnis belief sich auf lächerliche 12.350 Dollar.

155 Zuschauer

Nun gut, vielleicht sind die US-Amerikaner für die anrührende Geschichte einfach nicht bereit, mochte man denken. Doch auch in Deutschland ist "Head Full of Honey" ein katastrophaler Rohrkrepierer. Als der Film vergangenes Wochenende hierzulande in die Kinos kam, wollten ihn immerhin noch ein paar Tausend Zuschauer sehen. Am zweiten Wochenende jedoch sah das bereits anders aus.

Wie der Branchendienst "Blickpunkt: Film" meldet, brachte es "Head Full of Honey" am vergangenen Wochenende gerade mal auf handverlesene 155 Zuschauer. Zugleich sind 86 Kopien des Films im Umlauf. Mit anderen Worten: Viele Vorstellungen dürften mangels Interessenten komplett ausgefallen sein. Ebenso dürfte sich so mancher Kinobesucher über eine Privatvorstellung für sich allein oder nur für sich und seine Begleitung gefreut haben.

1,9 Millionen Euro Fördergelder

Insgesamt sahen "Blickpunkt: Film" zufolge bislang 6388 Menschen in Deutschland "Head Full of Honey". Das Einspielergebnis für den Film, der mit Hilfe von rund 1,9 Millionen Euro Fördergeldern gedreht wurde, soll hierzulande aktuell bei knapp 58.000 Euro liegen.

Da Til Schweiger seit vielen Jahren keine regulären Pressevorführungen seiner Filme durchführt, haben wir "Head Full of Honey" leider auch nicht gesehen. Ob er tatsächlich so unerquicklich wie eine "Wurzelbehandlung ohne Betäubung" ist, wie ein US-Kritiker schrieb, können Sie also leider nur selbst herausfinden.

Quelle: n-tv.de, vpr

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