In voller (Über-)Länge"Kill Bill" kommt am Stück ins Kino

Über 20 Jahre sind vergangen, seit Quentin Tarantino mit "Kill Bill" einen seiner Kultstreifen ins Kino brachte - damals noch in zwei Teilen. Nun kehrt der Film in einem großen Stück auf die Leinwand zurück, inklusive bis dato nicht enthaltener Szenen.
"Kill Bill" kommt zum ersten Mal in der Form, die Quentin Tarantino ursprünglich geplant hatte, in die deutschen Kinos. Am 16. April 2026 läuft "Kill Bill: The Whole Bloody Affair" hierzulande an. Die Verleihfirma Arthaus hat einen ersten Trailer des Mammutwerks veröffentlicht, der die beiden Teile von Tarantinos Racheoper vereint.
Als Quentin Tarantino vor über 20 Jahren an "Kill Bill" arbeitete, wollte er eigentlich bereits einen einzigen Film drehen. Doch das Endresultat war viel zu lang. Da er nicht einzelne Szenen kürzen wollte, teilte Tarantino "Kill Bill" in zwei Teile, nicht zuletzt auf Druck von Produzent Harvey Weinstein. "Kill Bill: Volume 1" kam 2003 in die Kinos, "Volume 2" folgte ein Jahr später.
"The Whole Bloody Affair" lief in den USA im Dezember 2025 in den Kinos. Vorher war der Film nur unter Ausschluss der breiten Öffentlichkeit zu sehen. Er lief 2006 bei den Filmfestspielen in Cannes und 2011 in Tarantinos eigenem Kino New Beverly Cinema in Los Angeles.
Kampfszene komplett in Farbe
"Kill Bill: The Whole Bloody Affair" dauert 275 Minuten, also ziemlich genau viereinhalb Stunden. Damit ist die Gesamtschau deutlich länger als die Summe der 2003 und 2004 gelaufenen Teile. Die bringen es zusammengerechnet nur auf 249 Minuten.
Der Grund für die Überlänge: "The Whole Bloody Affair" beinhaltet bisher nie gezeigte Szenen. Dazu gehört eine erweiterte Anime-Sequenz und der ungekürzte Kampf der Braut (Uma Thurman) gegen die Crazy 88. Die berühmte Kampfszene ist dabei vollständig in Farbe zu sehen. In "Kill Bill: Volume 1" wechselt sie zwischendurch in Schwarz-Weiß, um die Drastik der Blutströme zu entschärfen. Der kurze Rückblendenmonolog der Braut zu Beginn des zweiten Parts fehlt dafür.
In der Mitte der Vorführungen von "Kill Bill: The Whole Bloody Affair" soll es eine 15-minütige Pause geben. Sie trennt die beiden Teile, die als Volume 1 und 2 in die Kinos kamen. Neben einer digitalen Fassung soll laut Arthaus auch eine analoge 70mm-Kopie durch die Kinos tingeln.