Unterhaltung

Nackte Abrechnung Klums Topmodel Kowalski im "Playboy"

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Von "Germany's Next Topmodel" in den "Playboy": Simone Kowalski.

(Foto: Philip la Pepa für Playboy Deutschland)

Im vergangenen Jahr gewinnt Simone Kowalski bei "Germany's Next Topmodel". Doch statt in einer Kampagne von Chanel, Gucci oder Prada sieht man sie nun im "Playboy". Dabei lässt sie nicht nur die Hüllen, sondern auch so manche Spitze gegen die Heidi-Klum-Show fallen.

Noch ist es kein Jahr her, dass Simone Kowalski den Thron der Casting-Models erklommen hat. Im Mai 2019 gewann sie die 14. Staffel von "Germany's Next Topmodel" (GNTM). Ihre Belohnung dafür: 100.000 Euro Preisgeld, ein Cover-Shooting mit "Harper's Bazaar" und ein Vertrag mit der von Heidi Klums Vater geleiteten Modelagentur.

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Früher machte Kowalski Leistungssport.

(Foto: Philip la Pepa für Playboy Deutschland)

Doch das allein scheint der Studentin aus Stade noch keine hinreichenden Glücksgefühle zu bescheren. Stattdessen unternimmt sie nun den nächsten Karriereschritt oder das, was sie dafür hält - mit einem Nacktauftritt in der Mai-Ausgabe des deutschen "Playboys". So ziert die 22-Jährige nicht nur das Cover des Magazins, sie lässt auch im Heftinneren auf diversen Aufnahmen die Hüllen fallen.

Gesundheitliche Probleme

"Ich muss sagen, dass ich durch die 'Playboy'-Fotos echt an Selbstbewusstsein gewonnen habe. Ich bin ja ein sehr selbstkritischer Mensch, aber ich bin sehr zufrieden", sagt sie im Gespräch mit der Zeitschrift über das Shooting.

Zugleich erklärt Kowalski, weshalb sie sich nach dem Gewinn der Castingshow erst einmal ein Stück weit aus der Öffentlichkeit zurückgezogen habe. "Mir ging es gesundheitlich nicht so gut", offenbart sie.

Diese Probleme hätten jedoch eine lange Vorgeschichte und gingen auf die Zeit zurück, in der sie als Jugendliche mit Hürdenlauf, Sprint und Weitsprung Leistungssport betrieben habe, sagt Kowalski. "Irgendwann hatte ich starke Rückenschmerzen und Fußkrämpfe. Der Sport wurde weniger, und als ich 18 war, konnte ich nicht mehr laufen. Es hat mich wortwörtlich von den Füßen gerissen", so die GNTM-Gewinnerin.

Image der "Drama Queen"

Das enttäuschende Ende ihrer sportlichen Ambitionen erkläre ein Stück weit auch ihr Auftreten in Heidi Klums Castingshow, erläutert Kowalski weiter. "Mein Traum war immer die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Nachdem der Traum geplatzt war, hatte ich mit dem Modeln etwas Neues gefunden, bei dem ich mich kreativ verwirklichen konnte. Durch mein Verhalten wurde ich in der Sendung aber von vielen als 'Drama Queen' bezeichnet. Das hatte mit meinen körperlichen Problemen zu tun, was mir viele aber leider nicht abnahmen", rechtfertigt sie sich im "Playboy"-Interview.

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Das Model ziert auch das Cover des Magazins im Mai.

(Foto: Philip la Pepa für Playboy Deutschland)

Viele ihrer Leiden während der Show seien nicht öffentlich geworden, sagt Kowalski weiter. "Ich hatte regelmäßig Krämpfe, am Tag vor der Final-Show bin ich komplett ausgefallen und wurde mit dem Krankenwagen abgeholt", schildert sie ihre Erlebnisse.

Vielleicht habe sie die Belastung bei GNTM unterschätzt, räumt Kowalski ein. Gleichzeitig jedoch schwingt in ihren Worten auch Kritik an dem Format mit. Sie wolle mit ihrem "Playboy"-Shooting ausdrücken, "dass man schwierige Zeiten durchstehen muss, auch wenn man nicht immer die gewünschte Rückendeckung stets beobachtet", erklärt sie etwa. Und sie ergänzt: "Wenn so viele junge Frauen so lange zusammenleben, ist das auch nicht immer leicht. Alle wollen Heidi Klum und die Zuschauer überzeugen."

"Finde ich unmöglich"

Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung wird das Topmodel von Klums Gnaden dann explizit. "Dass man es als Unterhaltung wahrnimmt, wie Menschen einander heruntermachen, finde ich unmöglich", wird sie von dem Blatt zitiert. Deshalb könne sie die Sendung auch nicht anschauen, sagt Kowalski. Die 15. Staffel, die aktuell ausgestrahlt wird, sei ihr egal.

Dass Günther Klum die Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen will, liegt auf der Hand. Dementsprechend fährt er im "Bild"-Gespräch die Krallen aus. "Simone hatte sehr viele Jahre die Möglichkeit, die Sendung GNTM zu verfolgen. Sie wusste also, worauf sie sich einlässt. Der 'Playboy' wäre ohne ihre Teilnahme an der Sendung niemals auf sie aufmerksam geworden, erklärt er.

Wo er Recht hat, hat er Recht. Und insofern müssen auch wir Heidi Klum an dieser Stelle fast ein wenig dankbar sein. Denn ohne sie wäre auch uns Kowalski im "Playboy" entgangen.

Weitere Motive von Simone Kowalski gibt es exklusiv nur beim "Playboy".

Quelle: ntv.de, vpr