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Keine königlichen Hoheiten mehr König Carl Gustaf entzieht fünf Enkeln Titel

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Carl Gustaf ist seit 1973 König von Schweden.

(Foto: picture alliance/dpa)

König Carl XVI. Gustaf verkleinert den schwedischen Hof. Auf Anordnung des Monarchen verlieren fünf seiner sieben Enkelkinder ihren Rang als königliche Hoheiten. Der 73-Jährige hat für die Maßnahme einen bestimmten Grund.

Mehrere Enkelkinder des schwedischen Königs Carl XVI. Gustaf werden künftig nicht mehr offiziell dem Königshaus angehören. Das teilte der schwedische Hof mit. Der Schritt sei schon lange diskutiert worden, erklärte ein Vertreter des Königshauses.

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König Carl XVI. (r.) hat mittlerweile sieben Enkelkinder.

(Foto: imago/IBL)

Bei der Entscheidung des Königs geht es um die Kinder von Prinzessin Madeleine und ihrem Mann, dem US-britischen Geschäftsmann Christopher O'Neill, sowie um die Kinder von Prinz Carl Philip und seiner Gattin Prinzessin Sofia. Sie sollen in Zukunft keine königlichen Amtsgeschäfte auf höchstem Niveau ausüben müssen und eher als Privatpersonen angesehen werden.

Prinz Alexander, Prinz Gabriel, Prinzessin Leonore, Prinz Nicolas und Prinzessin Adrienne - allesamt zwischen einem und fünf Jahren alt - werden zwar weiterhin der königlichen Familie angehören, dem Königshaus aber nicht mehr. Ihre Herzogs- oder Herzoginnen-Titel dürfen die Kinder behalten, den Rang königlicher Hoheiten aber nicht. Auch die Apanage - eine Art Einkommen finanziert aus Steuergeldern für Mitglieder des Königshauses und für den Unterhalt royaler Anwesen - werde künftig entfallen, sagte der Vertreter des Hofes, Reichsmarschall Fredrik Wersäll, vor Journalisten.

Prinzessin Madeleine äußert sich positiv

Dass die Anzahl der Mitglieder des Königshauses in dieser Form verkleinert werde, zeige letztlich auch die Fürsorge des Königs für seine Enkel, urteilten schwedische Medien. Der Entschluss des Königs sei bereits seit Jahren diskutiert worden, sagte Wersäll. Die beiden jüngeren Kinder des Königspaares, Madeleine und Carl Philip, seien der Ansicht, dass es sich um eine natürliche Entwicklung handele, fügte er hinzu. Sie selbst werden Medienberichten zufolge ihre Wohltätigkeitsarbeit fortsetzen und darüber hinaus offizielle Aufgaben erfüllen, wenn der König sie darum bittet.

Madeleine selbst äußerte sich positiv zu dem Entschluss ihres Vaters. Diese Veränderung für ihre Kinder Leonore, Nicolas und Adrienne sei von langer Hand geplant worden, schrieb sie auf Instagram. "Chris und ich denken, dass es gut ist, dass unsere Kinder jetzt eine größere Möglichkeit erhalten, um in Zukunft ihr eigenes Leben als Privatpersonen zu entwickeln."

Carl XVI. Gustaf ist seit 1973 König von Schweden. Aus der Ehe mit Königin Silvia gingen mit Victoria, Carl Philip und Madeleine drei Nachkommen hervor. Laut Gesetz ist Victoria als ältestes Kind als Thronfolgerin vorgesehen. Die 42-Jährige hat mit dem ehemaligen Unternehmer Daniel Westling selbst eine Tochter und einen Sohn.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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