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"Hältst du uns alle für doof?" Kurt Krömer hält Scholz für "Schnarchnase"

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"Bis ich tot in die Kiste falle, werde ich öffentlich über Depression sprechen", sagt Kurt Krömer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Kurt Krömer ist unzufrieden mit den Spitzenpolitikern der Bundesrepublik und findet harte Worte für den Bundeskanzler. Der Comedian wünscht sich mehr Ehrlichkeit - nicht nur in der Politik, sondern auch auf persönlicher Ebene.

Kurt Krömer ist von Olaf Scholz als Bundeskanzler enttäuscht. "Scholz ist eine Schnarchnase", sagte der Komiker und Bestsellerautor im Interview mit dem "Spiegel". "Ich würde mir wünschen, dass er sagen würde: 'Ich weiß auch nicht, wie es weitergeht.' Er kommt immer unheimlich arrogant rüber, wo ich mir denke: Hältst du uns alle für doof?"

Doch auch eine Alternative wie CDU-Chef Friedrich Merz als Kanzler könnte sich Krömer nicht vorstellen. "Ich finde die beiden unmöglich", erklärt er. "Wenn Merz jetzt Bundeskanzler wäre, fände ich das auch schlimm." Doch die Entscheidung zwischen Scholz, Merz oder Robert Habeck fällt dem Komiker etwas leichter: Der Bundeswirtschaftsminister erkläre am besten, was derzeit passiert, meint der Berliner Krömer. "Da habe ich das Gefühl, der macht eine ehrliche Ansage."

Krömer findet es sehr wichtig, dass Politiker ehrlich über ihre Schwächen sprechen. Das geschehe aber nicht so oft, sagt der Komiker. "Über Schwächen in der Politik zu reden, ist wie über das Schwulsein in der Bundesliga zu reden. Das würden sich viele Leute wünschen und sagen, ist doch heutzutage kein Problem mehr." In der Realität sei das aber nicht so einfach.

"Jetzt kann eigentlich nur noch sterben kommen"

Im Interview mit dem "Spiegel" spricht Krömer auch über Depressionen. Eine Folge seiner Sendung "Chez Krömer" über Depressionen wurde kürzlich mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. In dem Interview unterscheidet Krömer zwischen drei Stadien der Depression. In seinem Fall war er "komplett lebensunfähig". Er habe gedacht, "jetzt kann eigentlich nur noch Sterben kommen".

Schon morgens habe Krömer damals keine Kraft mehr gehabt, aufzustehen. "Obwohl ich fit war, obwohl ich lange geschlafen habe, dachte ich: Hoffentlich ist es bald Abend und ich kann mich wieder hinlegen." Nun will Krömer dem Thema Depression mehr Aufmerksamkeit widmen. "Bis ich tot in die Kiste falle, werde ich öffentlich über Depression sprechen".

Quelle: ntv.de, cls

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