Unterhaltung

Nach Falschaussage zu Impftoten Lisa Fitz wirft in Comedy-Show hin

122564522.jpg

Keine Lust mehr auf "Spätschicht": Lisa Fitz.

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

5000 Impftote habe es bereits gegeben, behauptet die Kabarettistin Lisa Fitz bei einem Auftritt im Comedy-Format "Spätschicht". Eine Aussage, die schlicht falsch ist. So falsch, dass die ARD die entsprechende Folge aus der Mediathek nimmt. Nun hat auch Fitz offenbar keine Lust mehr auf die Sendung.

Die Kabarettistin Lisa Fitz will nach ihren scharf kritisierten Aussagen zu Impftoten nicht mehr in der Comedy-Sendung "Spätschicht" auftreten. Das teilte der Südwestrundfunk (SWR) mit. Fitz bestätigte ihre Entscheidung. Sie werde sich zeitnah dazu äußern und den Schritt begründen, kündigte sie an.

Man nehme mit großem Bedauern zur Kenntnis, dass sich die 70-Jährige entschieden habe, in Zukunft nicht mehr Teil der Satire-Sendung zu sein, erklärt der Sender. "Der SWR bedauert die Entscheidung von Lisa Fitz und hätte die langjährige sehr anregende Zusammenarbeit mit ihr gerne fortgesetzt", so der für den Bereich Information zuständige SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler.

Fitz hatte in der Sendung im November bei ihrem Auftritt von EU-weit 5000 Corona-Impftoten gesprochen. Laut Europäischer Arzneimittel-Agentur (EMA) handelt es sich aber nur um Verdachtsfälle. Es sei nicht festgestellt worden, dass es einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung gebe.

Schauspiel, Kabarett, Dschungel

Der SWR hatte nach der Ausstrahlung und Kritik am Sender entschieden, die Folge der Comedy-Sendung aus der ARD-Mediathek zu nehmen und auch von allen SWR-Plattformen und -Kanälen zu entfernen, weil es sich um eine falsche Tatsachenbehauptung handle. Fitz selbst bedauerte später, bei ihrem umstrittenen Auftritt von EU-weit 5000 Corona-Impftoten gesprochen zu haben. Den Vorwurf, eine Impfgegnerin und Corona-Leugnerin zu sein, wies sie zurück. "Auch bin ich keine Verschwörungstheoretikerin", fügte sie hinzu.

Fitz begann ihre Karriere in den 1970er-Jahren zunächst als Schauspielerin. In den 80er-Jahren etablierte sie sich als feste Größe in der Kabarett-Landschaft. 2004 zog sie im Rahmen der ersten Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" ins Dschungelcamp.

In den vergangenen Jahren sorgte Fitz bereits mehrfach für Kontroversen. Kritiker warfen ihr etwa vor, in ihren Texten antisemitische Klischees zu bedienen und, so etwa die "Süddeutsche Zeitung", auf einer "rechtspopulistischen Klaviatur" zu spielen. Dabei zeigte sie auch Sympathien für bekannte Verschwörungserzähler wie Ken Jebsen.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen