Unterhaltung

Star-Auflauf von Seeed bis Muse Lollapalooza landet in Berlin-Tempelhof

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Lollapalooza-Logo im Grant Park in Chicago: Dort ist das Festival zu Hause.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Das Line-up wimmelt nur so vor bekannten Namen - und ein Erfolg ist dem ersten Lollapalooza Festival in Berlin schon sicher: Es ist seit Langem ausverkauft. Die Stars und Newcomer beschallen bei dieser Europa-Premiere den ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof.

Was für ein Line-up: Muse, Fatboy Slim, Seeed, Beatsteaks, Deichkind, Libertines, Franz Ferdinand, Stereophonics, Sam Smith ... um wirklich nur einige bekannte Namen zu nennen. An Bands und Musikern, die viele Fans in Entzücken geraten lassen, ist das Lollapalooza Festival, das am 12. und 13. September 2015 nach Berlin kommt, wahrlich nicht arm. Die Nachfrage nach Tickets war auch dementsprechend groß - sie sind schon seit Längerem ausverkauft. Täglich werden etwa 45.000 Zuschauer erwartet.

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Sam Smith am 1. August 2015 im Grant Park in Chicago - er wird auch in Berlin dabeisein.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Das Lollapalooza in Berlin ist eine Premiere - das Festival fand bisher (seit 2005) einmal im Jahr in Chicago statt; seit 2011 gibt es Südamerika-Ableger in Argentinien, Brasilien und Chile. Mit der Ausgabe in der deutschen Hauptstadt kommt das Musikfestival erstmals nach Europa. Es wird den im Jahr 2008 stillgelegten Flughafen Tempelhof bespielen, wo seitdem schon das Berlin Festival, Modemessen und diverse andere Veranstaltungen stattfanden.

Wanderzirkus durch Nordamerika

Ursprünglich war das Lollapalooza von Musiker Perry Farrell als Abschiedstour für seine Band Jane's Addiction gedacht. So begann das ganze Spektakel 1991 - unterstützt durch Musiker wie Ice-T und Nine Inch Nails und ergänzt durch Freak Shows, Kunstausstellungen und Infostände diverser NGOs zog das Festival als eine Art Wanderzirkus durch die USA und Kanada. Es wurde von seiner Ausrichtung und Bedeutung her des Öfteren mit Woodstock verglichen.

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Lollapalooza im März 2015 im Autodromo Interlagos, Sao Paulo, Brasilien.

(Foto: imago/ZUMA Press)

So ging das Jahr für Jahr - bis 1997. Dann folgte eine mehrjährige Pause, das Lollapalooza und der Alternative Rock waren in einer Krise. Nach einem wenig erfolgreichen Wiederbelebungsversuch - zu teuer, zu kommerziell, es wurden kaum Tickets verkauft - gibt es das Festival seit 2005 nun wieder. Allerdings in veränderter Form - und offenbar mit großem Erfolg!

Es findet nun jährlich im Grant Park in Chicago statt, für jeweils zwei oder drei Tage. Und, wie bereits erwähnt, seit 2011 auch in anderen Ländern. Das Line-up ist jedesmal großartig, mit einer Mischung aus großen Stars und noch weithin unbekannten Newcomern. So ist es auch diesmal in Berlin. Außer Konzerten gibt es Straßentheater und Artistik sowie Modenschauen. Künstler zeigen in einer Open-Air-Galerie ihre Werke. In einer "nachhaltigen Erlebniswelt", genannt "Grüner Kiez", werden soziale und ökologische Themen präsentiert, hier soll sich die "nachhaltige Community" versammeln. Und für Kinder zwischen 0 und 14 Jahren gibt es ein eigenes Programm, das "Kidzapalooza" mit Spielstationen, Workshops und Spatzenkino.

Gründer Perry Farrell wünscht sich von dem Festival am Wochenende "viel Kunst vor Ort, denn Berlin ist vor allem für seine Künstler bekannt. Die Einzigartigkeit Berlins sollte sich in der Kunst wiederfinden." Zudem freue er sich drauf, dass viele Eltern ihre Kinder dabei hätten. Denn die Leute, die zum ersten Festival 1991 gekommen wären, hätten mittlerweile alle Kinder - er fände es großartig, dass sie ihre Familien mitbringen und dass alle zusammen feiern würden, sehr junge Teenager, Kinder und ältere Menschen. "Alle sind da, niemand schaut sich schräg an, keiner fühlt sich unwohl. Genau so wird das Lollapalooza in Berlin." Wer ein Ticket ergattert hat, kann sich also drauf freuen.

Quelle: ntv.de