Unterhaltung

Geschmacklos oder schön? Madonna gibt die tote Marilyn Monroe

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Madonna gibt wenig auf die Meinung anderer und macht einfach ihr Ding.

(Foto: AP)

Seit Beginn ihrer Karriere vor mehr als 40 Jahren ist Madonna als Provokateurin bekannt. Von ihren Fans wird sie dafür geliebt, bei anderen hingegen erntet sie oft Unverständnis. So auch für ein neues Fotoshooting, bei dem sie nicht nur als lebendige Marilyn Monroe posiert, sondern auch als ihre Leiche.

Seit den 1980er-Jahren ist Madonna für ihre provokante Kunst bekannt. Während sich ihre Musik oft im Normalbereich des Mainstream-Pops bewegt, sorgen ihre Videos immer wieder mal für mehr oder weniger große Skandale. Fans der ersten Stunde erinnern sich sicherlich noch gut an die viel diskutierten Clips zu "Erotica" oder "Justify My Love". Daher überrascht ein neues Fotoshooting der inzwischen 63-jährigen Queen of Pop sicherlich nur wenig. Auch dieses Mal geht es schließlich um eine kunstvolle, sexy Inszenierung in Schwarz-Weiß, die aber auch umstritten ist.

Für eine Fotostrecke ist die Sängerin in die Rolle der verstorbenen Marilyn Monroe geschlüpft. Das Ganze fand im Auftrag des "V Magazine" statt und stellt das letzte Shooting Monroes im Hotel "Bel-Air" in Los Angeles aus dem Jahre 1962 nach. Auf ihren Instagram-Accounts haben sowohl das Magazin wie auch Madonna ein Video dazu hochgeladen, das Ganze trägt den Titel "It's A Private Affair". Der vermeintliche Skandal liegt allerdings wohl darin, dass auch der sechs Wochen später erfolgte Tod des berühmten Filmstars bildlich dargestellt wird.

Drapiert wie eine Tote

Marilyn Monroe wurde am 5. August 1962 in ihrem Haus in Los Angeles tot aufgefunden. Sie war nackt und hielt einen Telefonhörer in der einen Hand, in der anderen hatte sie ein Pillenfläschchen. Sie starb an einer Überdosis Barbiturate. Als man ihre Leiche fand, war sie bereits einen Tag tot. Auf einigen Bildern der Fotostrecke mit Madonna sind nun Referenzen auf Monroes Ableben zu finden. So befinden sich auf einem Beistelltisch mehrere solcher Pillenfläschchen, auf einem Bücherstapel steht ein schwarzes Telefon. Und auf einem weiteren Bild liegt Madonna mit dem Rücken zur Kamera in Netzstrumpfhose, High Heels und Handschuhen auf einem Bett.

All das kommt bei einigen Leuten nicht gut an. Bei Twitter beispielsweise wirft man Madonna und den Magazin-Verantwortlichen Effekthascherei und die Verherrlichung eines Suizids vor. Instagram-User hingegen sind diesbezüglich weniger kritisch und erkennen in den Fotos "echte Kunst". Klar ist, dass die Grand Dame der Provokation damit mal wieder genau das erreicht hat, was sie erreichen wollte: Sie polarisiert und bleibt so im Gespräch.

Quelle: ntv.de, nan

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