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Ex-Freundinnen vergewaltigt? Marilyn Manson streitet Vorwürfe ab

Sein Label hat ihn fallen lassen und alte Weggefährten wenden sich ab: Seitdem mehrere Frauen Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwürfe gegen Marilyn Manson erhoben haben, steht der Sänger zunehmend alleine da. Seine Schuld streitet er nun in einem Statement ab.

Marilyn Manson hat zu den Missbrauchsvorwürfen Stellung bezogen, die von mehreren Frauen gegen ihn erhoben werden. Schauspielerin Evan Rachel Wood hatte die Anschuldigungen gegen den Musiker öffentlich gemacht.

Der 52-Jährige teilte nun ein Statement auf Instagram. "Offensichtlich waren mein Leben und meine Kunst lange Zeit Magneten für Kontroversen, aber diese jüngsten Behauptungen über mich sind schreckliche Verzerrungen der Realität", schreibt er darin.

Weiter behauptet der Musiker: "Meine intimen Beziehungen waren immer völlig einvernehmlich mit gleichgesinnten Partnern. Unabhängig davon, wie - und warum - andere sich jetzt dafür entscheiden, die Vergangenheit falsch darzustellen, ist das die Wahrheit."

Nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe von mindestens fünf Frauen ist Marilyn Manson inzwischen von seinem Plattenlabel gefeuert worden. In einem Statement, aus dem "The Hollywood Reporter" zitiert, kündigte Loma Vista Recordings an, dass man Mansons jüngstes Album nicht mehr bewerben oder mit ihm an zukünftigen Projekten arbeiten werde.

"Er hat schon Schlimmeres getan"

Evan Rachel Wood hatte am Montag bei Instagram unter anderem behauptet, Manson habe sie "jahrelang schrecklich missbraucht". "Ich wurde einer Gehirnwäsche unterzogen und durch Manipulation zur Unterwerfung gebracht", schreibt sie. Sie wolle nicht mehr "in Angst vor Vergeltung, Verleumdung oder Erpressung" leben. Sie wolle diesen gefährlichen Mann und alle, die ihn dazu befähigt hätten, entlarven, bevor er weitere Leben ruiniere. "Ich stehe den vielen Opfern bei, die nicht länger schweigen werden."

Die "Westworld"-Schauspielerin teilte außerdem Stellungnahmen von vier weiteren Frauen, die ihre mutmaßlichen Erfahrungen mit Manson geteilt hatten. Diese berichten unter anderem von "schrecklichen, gestörten Verhaltensweisen". Der 52-Jährige spioniere seine Opfer aus, um sie zu kontrollieren, zu erpressen, zu erniedrigen und zu manipulieren. Zudem wende er Foltermethoden und Gewalt an.

Einzelne Vorfälle, mit denen sich ein mutmaßliches Opfer an Mansons Management wandte, seien mit den Worten "Es ist, was es ist" oder "Er hat schon Schlimmeres getan" abgetan worden. Die mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer leiden nach eigenen Angaben noch heute an posttraumatischen Belastungsstörungen. "Ich glaube, er geilt sich daran auf, das Leben anderer Menschen zu zerstören", mutmaßt eine weitere Frau.

Woods teilte zudem einen Twitter-Eintrag von einem ehemaligen Mitarbeiter Mansons, der die Vorwürfe der mutmaßlichen Opfer teilweise bestätigen konnte. Er und viele weitere Kollegen hätten den Zerfall der Frauen, die für Manson arbeiteten oder mit ihm liiert waren, beobachtet, schrieb er. Sie seien außerdem Zeugen schlimmer Dinge geworden, die der Musiker seinen Opfern antat, hätten sich jedoch nicht getraut, die Gräueltaten öffentlich zu machen.

Die 33-jährige Schauspielerin Evan Rachel Woods und Marilyn Manson waren ab 2007 ein Paar. Sieben Monate nach ihrer Verlobung trennten sie sich im Jahr 2010.

Quelle: ntv.de, lri/spot

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