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"Ich war gebrochen" Model spricht über Depression

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Adwoa Aboah ist derzeit eins der gefragtesten Models der Welt.

(Foto: imago/PA Images)

Es ist nicht leicht über psychische Krankheiten zu sprechen, aber es ist wichtig. So sieht das Model Adwoa Aboah. Auf Instagram schildert sie, wie schlecht es ihr einmal ging und welche Hoffnung sie heute hat.

Niemand spricht gern über seine schwächsten Momente. Adwoa Aboah hat es trotzdem getan. Das britische Model sprach anlässlich des weltweiten Tags für mentale Gesundheit über die dunkelste Phase in ihrem Leben.

Rat und Nothilfe

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Auf den Seiten der Deutschen Depressionshilfe sind Listen mit regionalen Krisendiensten und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige, um die Situation und die Versorgung Depressiver zu verbessern. Sie bieten Depressiven ein E-Mail-Beratung als Orientierungshilfe an.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Auf Instagram postete Aboah eine Reihe Fotos, auf denen sie nackt in einer Badewanne sitzt. "Ich sehe diese Fotos an und mir blickt eine andere Person entgegen", schreibt die 26-Jährige. "Die Dunkelheit hatte mein Leben übernommen. Ich war gebrochen, erschöpft und das Licht hatte meine Augen verlassen." Die Aufnahmen habe ihr damaliger Freund gemacht, berichtet Aboah, einen knappen Monat nach ihrem Suizidversuch. Das Ganze sei nun vier Jahre her.

"Wie viele andere vor mir, habe ich versucht, mir das Leben zu nehmen", erzählt Aboah. "Ich betrachte diese Bilder und mir bricht das Herz. Ich trauere um das Mädchen, das ich einmal war." Sie wolle dieses Mädchen umarmen und küssen und ihr sagen, dass sie nicht allein ist, so das Model weiter. "Ich will ihr sagen, dass viele andere Probleme mit ihrer mentalen Gesundheit haben, aber dass es Licht gibt am Ende des Tunnels."

Wissen, das man nicht allein ist

Aboah möchte Aufmerksamkeit schaffen für das Leid vieler. "Ich verspreche, ungehörten Stimmen Gehör zu verschaffen, wann immer ich kann", schreibt sie. Ihr sei wichtig, dass Menschen wissen, dass sie nicht allein sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass Aboah über ihre Vergangenheit mit psychischen Krankheiten und Drogensucht spricht. Seit ihrem Durchbruch 2017 zählt die Britin zu den gefragtesten Models der Welt. Ihre Plattform nutzt sie immer wieder, um gesellschaftlich relevante Themen zu adressieren. Zu ihren engen Freunden gehört auch das britische Model Cara Delevingne. Die 26-Jährige spricht ebenfalls offen über ihre psychischen Probleme.

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Quelle: n-tv.de, ame

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