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Erfinder von "Blickpunkt Sport"Moderator Manfred Vorderwülbecke ist tot

03.07.2026, 13:17 Uhr
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Manfred Vorderwülbecke wurde 86 Jahre alt. (Foto: picture alliance/United Archives)

Insbesondere im bayerischen Raum, wo er "Blickpunkt Sport" und "Tele-Ski" aus der Taufe hebt, macht sich Manfred Voderwülbecke einen Namen. Doch auch bundesweit wird er als Reporter in der ARD bekannt. Nun ist er mit 86 Jahren gestorben.

Er brachte den Wintersport in Millionen Wohnzimmer und erfand ganz nebenbei Fernsehformate, die Generationen prägten. Nun ist Manfred Vorderwülbecke im Alter von 86 Jahren gestorben. Das teilte der Bayerische Rundfunk (BR) mit.

Seit Ende der 1960er-Jahre gehörte Vorderwülbecke zum festen Personal der Sportberichterstattung - erst beim BR, später auch in der ARD. Als Reporter, Moderator und Kommentator machte er sich vor allem beim Wintersport einen Namen. Doch seine größte Wirkung entfaltete er oft abseits des Mikrofons: als Ideengeber, der Trends setzte, lange bevor sie zum Standard wurden.

Gemeinsam mit Eberhard Stanjek entwickelte Vorderwülbecke Mitte der 1970er-Jahre die Sendung "Blickpunkt Sport". Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer gehörte sie fortan zum Standardprogramm. Bis heute zählt sie laut BR zu den bekanntesten Formaten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Weitsicht bewies Vorderwülbecke auch an anderer Stelle. Als er in den 1970er-Jahren die Ski-alpin-Olympiasiegerin Rosi Mittermaier als Expertin vor die Kamera holte, war das ein Novum. Heute sind ehemalige Athletinnen und Athleten aus keiner Sportsendung mehr wegzudenken.

Vermächtnis "Tele-Ski"

Sein wohl populärstes Vermächtnis trägt den markanten Namen "Tele-Ski". Vor dem Fernseher konnten die Menschen Skigymnastik mitmachen, angeleitet von Größen wie Mittermaier, Christian Neureuther oder Franz Klammer. Verschwunden ist die Idee bis heute nicht. Unter neuem Namen läuft die Mitmachsendung in der ARD als "Tele-Gym".

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Vorderwülbecke holte Rosi Mittermaier als Expertin vor die Kamera. (Foto: picture-alliance / Augenklick/ Foto Rauchensteiner)

Unvergessen bleibt auch Vorderwülbeckes Berichterstattung von den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck, als er den legendären Goldlauf von Rosi Mittermaier kommentierte. Ein Jahr später, beim Weltcup 1977 in Val d'Isère, holte er sie dann erstmals als Expertin ans Mikrofon.

Für den BR wiegt der Verlust schwer. "Mit VW, wie ihn viele liebevoll nannten, verliert die BR-Sportredaktion einen Großen, einen Sympathieträger, eine Stimme des Wintersports und einen Pionier des Sportjournalismus", würdigte BR-Sportchef Christoph Netzel den Verstorbenen.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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