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"Klebrige Hände halten" Neues zu "House Of Cards"

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"Wir ergeben uns nicht dem Terror. Wir machen den Terror!" So lieben wir unseren Frank Underwood.

(Foto: David Giesbrecht/Netflix)

Das Intrigenspiel geht in die fünfte Runde - und die Fans können es kaum erwarten angesichts der realen Lage im Weißen Haus. Einer wie Frank Underwood könnte es vielleicht richten - vor allem, wenn er "Wonder Woman" an seiner Seite hat.

"Die Amerikaner wissen nicht, was gut für sie ist. Sie sind wie kleine Kinder. Wir müssen ihnen die klebrigen Hände halten und die dreckigen Münder abwischen." US-Präsident Frank Underwood alias Kevin Spacey zeigt im "House of Card"-Trailer zur fünften Staffel wieder einmal, wie wenig er von seinen knapp 320 Millionen US-Schäfchen hält. Und wie in den vier Staffeln zuvor wird er einige von ihnen wieder höchstpersönlich zur Schlachtbank führen. Wo genau die neuen Folgen der Erfolgsserie anschließen, was zu erwarten sein wird und wie man hierzulande am schnellsten in den Genuss der Show kommt - das alles gibt es hier zum Nachzulesen.

Herr und Frau Macbeth

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Sorgte gerade für "Nippel-Alarm" in Cannes: Robin Wright.

(Foto: imago/Future Image)

Zu Beginn und über weite Teile der vierten Staffel herrschte eisige Kälte zwischen Frank und Claire Underwood (Robin Wright). Erst als Frank sich dazu bereiterklärte, seine eigene Frau als Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft zu akzeptieren, konnte sich das intrigante Paar wieder zusammenraufen. Und als solches planten die beiden in bester Shakespeare-Manier ihre nächsten Schachzüge.

Doch bis es soweit kommen konnte, mussten weit mehr als kleine Dramen bewältigt werden. In der Mitte der Staffel wurde Frank von dem ehemaligen Journalisten Lucas Goodwin, der durch die Machenschaften des US-Präsidenten im Knast landete, angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Goodwin selbst verlor das Leben bei dem Attentat, Underwood lag wochenlang im Koma und musste eine Spenderleber eingesetzt bekommen. Doch auch politisches Unkraut vergeht nicht und so kämpfte sich Underwood tatsächlich zurück ins Leben - und ins Oval Office.

Die Vierte Gewalt

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Bald im Kino zu sehen als "Wonder Woman": Mrs President mal anders.

(Foto: AP)

Zudem legte die vierte Staffel nahe, dass die Gräueltaten von Frank Underwood nicht auf ewig verborgen bleiben werden. Zwar fand Lucas Goodwin den Tod, dessen ehemaliger Chef Tom Hammerschmidt setzte seine Nachforschungen aber fort und enthüllte nach und nach die Wahrheit: So fand er heraus, dass Underwood eine Affäre mit der jungen Zoe Barnes (Kate Mara) hatte und von deren Ermordung profitierte.

Auch mit dem vermeintlichen Suizid von Peter Russo verknüpfte er den amtierenden Präsidenten. Last but not least: Gleich mehrere alte Wegbegleiter von Frank Underwood gestanden gegenüber Hammerschmidt, dass der Intrigant als Vize ganz bewusst das Amtsenthebungsverfahren des damaligen Präsidenten Garrett Walker herbeiführte. Mit seinem Artikel zu diesen Skandalen schickte sich am Ende der vierten Staffel Hammerschmidt also an, den mächtigsten Mann der Welt zu Fall zu bringen. Doch der hat wie immer noch ein Ass im Ärmel - und das hört auf den Namen "Krieg".

Schlacht an allen Fronten

Nicht nur gegen die Medien muss sich Underwood in der neuen Staffel erwehren, sondern auch wieder gegen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten und Vorzeige-Amerikaner Will Conway (Joel Kinnaman). Und dann wäre da noch die brutale Terror-Organisation ICO, die im Live-Fernsehen einen US-Amerikaner hinrichtete. Bei diesem grausigen Anblick endete auch die vierte Staffel: Die Kamera fuhr langsam auf das Präsidentenpaar zu, während es fasziniert der Ermordung zuschaute. Plötzlich wandte sich Frank Underwood (wie schon so oft zuvor) direkt ans Publikum und knurrte die Worte: "Ganz recht. Wir ergeben uns nicht dem Terror. Wir machen den Terror."

Was könnte geschehen? Und wann?

Underwood hat bereits angedeutet, dass er gewillt ist, Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Seinen angekündigten Krieg gegen den Terror könnte er dafür nutzen, die Freiheiten der Presse einzuschränken und so wieder einmal den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Gegen den zwar nicht minder gewieften, aber noch jungen Cornell wird er am Ende des Tages aller Voraussicht nach den Boden aufwischen - so wie er es bislang mit all seinen politischen Gegnern gemacht hat.

Erfahren werden wir das im Gegensatz zum Rest der Welt nicht zuerst bei Netflix. Die Eigenproduktion des Streaming-Anbieters kommt hierzulande wieder exklusiv zu Sky. Ab dem 30. Mai werden die neuen Episoden jeden Dienstag in Doppelfolgen auf Deutsch oder Englisch auf Sky Atlantic HD zu sehen sein. Wer die gesamte fünfte Staffel in einem Rutsch genießen will, kann dies ebenfalls ab dem 30. Mai via Sky On Demand, Sky Go und Sky Ticket tun. Erst einige Monate später wird "House of Cards" dann unter der eigenen Flagge von Netflix über den Bildschirm flimmern.

Quelle: n-tv.de, soe/spot

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