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In Castingshow entdecktNo-Angels-Star Lucy förderte ESC-Siegerin Dara

18.05.2026, 13:35 Uhr
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Lucy Diakovska (l.) freut sich riesig über den ESC-Sieg von Dara. (Foto: Imago / Collage ntv.de)

Bulgarien feiert dank Dara und ihrem Song "Bangaranga" seinen ersten ESC-Sieg. Wie viel Potenzial in der Sängerin steckt, fällt 2015 bereits No-Angels-Star Lucy Diakovska in einer Talentshow auf.

Mit "Bangaranga" erobert die 27-jährige bulgarische Sängerin Dara am Samstag beim Finale des Eurovison Song Contest (ESC) in Wien die Herzen der Jury und des Publikums. Sie gewinnt mit 516 Punkten und holt den Musikwettberb damit in ihre Heimat.

Das macht eine andere prominente Bulgarin aus Gründen besonders stolz: No-Angels-Sängerin Lucy Diakovska. Die 50-Jährige verrät nämlich im Interview mit der "Bild"-Zeitung, dass sie Dara vor elf Jahren quasi entdeckt und ihr "bei ihren Anfängen ein bisschen geholfen" hat. Da saß Diakovska in der Jury der bulgarischen Ausgabe der Castingshow "The X Factor" - und die aktuelle ESC-Gewinnerin trat als Kandidatin an.

"Ich habe Daras Talent damals gleich erkannt und sie war für mich die Favoritin", erinnert sich der No-Angels-Star im Gespräch mit "Bild". Sie habe damals gedacht: "Wow, das ist jemand, den ich auf der Bühne sehen will!" Am Ende belegte Dara bei "The X Factor" den dritten Platz.

"Ich kann mich sehr gut daran erinnern, was ich gefühlt habe, als Dara bei 'The X Factor' das erste Mal auf die Bühne kam. Denn in ihr habe ich mich gesehen!", schwärmt Diakovska. Dara sei bei ihren Auftritten "so lebendig und dabei doch auch so entspannt und ganz bei sich" gewesen. Bei ihr habe nichts einstudiert gewirkt und sie sei einfach sehr präsent. "Das ist etwas, das großartige Performer ausmacht", findet der No-Angels-Star.

Bulgaren waren "grausam" zu Dara

Sie bezeichnet sich selbst als Daras Mentorin - und als ihre gute Freundin. Natürlich habe sie der 27-jährigen Sängerin bereits zum Sieg gratuliert. Den ESC habe sie verdient gewonnen: "Sie war wie ein Sturm, der auf der Bühne alle anderen weggefegt hat. Ihre Energie hat alle angesteckt. Denn Dara ist hundertprozentig das, was sie zeigt." "Und sie wird die erste bulgarische Künstlerin sein, die der Welt erklärt, wer Bulgarien ist", ist sich Diakovska sicher.

Dass Dara nun in ganz Europa gefeiert werde, freut ihre prominente Mentorin ganz besonders, wie sie der "Bild"-Zeitung erklärt. Denn ihr Schützling habe zuvor in Bulgarien "Unglaubliches" erleiden müssen: "Viele unserer Landsleute waren grausam zu ihr. 'Bangaranga' wurde von vielen nicht verstanden und man hat ihr nicht zugetraut, am ESC teilzunehmen, geschweige denn, ihn zu gewinnen." In Bulgarien sei das Lied sogar als satanisch bezeichnet worden, weil es davon handelt, mit guter Stimmung das Böse zu vertreiben. Für Lucy Diakovska nicht nachvollziehbar: "Es ist doch etwas Großartiges, wenn das Böse von dieser Welt verschwindet und wir mit Musik dazu beitragen können."

Quelle: ntv.de, csp

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