Unterhaltung

"Sollten mal was zurückgeben" Oliver Pocher ersteigert Becker-Trophäen

imago31442687h.jpg

Er habe die Pokale "für einen guten Zweck" ersteigert, erklärte Oliver Pocher.

(Foto: imago/osnapix)

Für die deutsche Tennislegende Boris Becker ist die Zwangsversteigerung zahlreicher Erinnerungsstücke ein schmerzhaftes Ereignis. Zwei Pokale ersteigert Oliver Pocher. Der Comedian gibt sich dabei als Wohltäter - doch eigentlich liegt er seit Jahren mit Becker über Kreuz.

Beim britischen Auktionshaus Wyles Hardy konnten bis zum 11. Juli etliche Trophäen und andere Erinnerungsstücke aus der Karriere von Tennis-Ikone Boris Becker ersteigert werden. Die Online-Auktion soll Medienberichten zufolge über 680.000 britische Pfund (umgerechnet rund 750.000 Euro) eingebracht haben. Einer, der dazu beigetragen hat, ist kein Geringerer als Comedian Oliver Pocher. In seiner Instagram Story veröffentlichte Pocher einen Screenshot einer Auktionsseite und schrieb dazu: "2 Pokale für den guten Zweck ersteigert!" Als "guten Zweck" markierte er den offiziellen Instagram-Account von Becker.

pocher.JPG

Pocher feiert seinen Auktionserfolg via Instagram.

(Foto: Instagram / oliverpocher)

Pocher soll laut "Bild" zwei Glas-Trophäen für über 23.000 Pfund (umgerechnet über 25.000 Euro) ersteigert haben. "Er hat uns viele grandiose Nachmittage und Nächte vorm TV geschenkt. Jetzt sollten wir auch mal was zurückgeben. Ich habe meinen Teil gern dazu beigetragen", sagte der Comedian dem Blatt. Becker war 2017 von einem britischen Gericht für insolvent erklärt worden. Die Versteigerung mit über 80 persönlichen Gegenständen sollte Geld für die Gläubiger einbringen.

"Bei dieser Versteigerung geht es nur darum, mir persönlich wehzutun, weil ich natürlich emotional an den Trophäen hänge", hatte Becker einmal der "Bild"-Zeitung gesagt. Mit Pocher ergatterte nun ausgerechnet ein Bieter zwei Pokale, mit dem die Tennis-Legende seit Jahren über Kreuz liegt. Immer wieder hatten sich die beiden Prominenten öffentliche Wortduelle bei Twitter geliefert.

Boris Becker hatte während seiner aktiven Zeit 49 Turniersiege davongetragen, darunter sechs Grand Slams, und dabei Preisgelder von insgesamt 22 Millionen Euro kassiert. Unter anderem seine teure Scheidung von seiner ersten Frau Barbara Feltus, Ärger mit dem Fiskus sowie eine Reihe von Fehlinvestitionen trieben ihn 2017 in die Privatinsolvenz. Heute konzentriert sich Becker auf seine Tennis-Aktivitäten, darunter vor allem als Kommentator.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa/spot

Mehr zum Thema