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Nach "Angelcamp"-Livestream Peta zeigt Sido wegen Tierquälerei an

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Sido hat nun auch noch Ärger mit Peta.

(Foto: imago images/Stefan Bösl)

Sido und weitere Künstler machen beim Twitch-Livestream-Event "Angelcamp" mit. Nun hat Peta alle Teilnehmer angezeigt, denn sie sollen Fische gequält haben. So will die Tierrechtsorganisation eine weitere Veranstaltung dieser Art verhindern.

Die Tierrechtsorganisation Peta hat unter anderem Rapper Sido und den Entertainer Jens Knossalla alias "Knossi" wegen des Verdachts auf Tierquälerei angezeigt. Bei ihrem sogenannten "Angelcamp" sollen sie und die anderen Teilnehmer im Livestream auf der Plattform Twitch Fische gequält haben.

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"Auch wer zur Selbstvermarktung Tiere quält, muss mit einer Anzeige rechnen", heißt es in einem Statement auf der Peta-Homepage. Das "Angelcamp" fand vom 17. bis 19. Juli an einem See in Gollwitz in Brandenburg statt. Ziel der Veranstaltung war laut Peta: "Den Zuschauerrekord des Vorjahres mit 200.000 gleichzeitigen Zuschauern zu brechen und nebenbei Werbung für Lebensmittelprodukte zu platzieren."

Die Teilnehmer hätten möglichst große Karpfen angeln müssen, um sie dann in einem Video zu präsentieren. "Peta geht davon aus, dass auch im Angelcamp 'Catch & Release' - eine Angelpraxis, bei der Fische gefangen und anschließend wieder freilassen werden - betrieben wurde. Dafür nahmen Sido, 'Knossi' und die anderen das deutlich erkennbare Leiden der Fische bewusst in Kauf", schreibt die Tierrechtsorganisation weiter.

Unter "massivem Stress und Angst"

Durch die Haken hätten die Tiere Verletzungen erlitten. Außerdem hätten sie "massivem Stress und Angst" bei der Zurschaustellung für die Videokamera erlebt. "Auf den Videos ist außerdem eindeutig an den heftigen Atmungen zu erkennen, dass die Tiere unter Sauerstoffmangel litten", so Peta weiter.

Eine Vertreterin von Peta erklärte: "Heute wissen wir, dass ein Fisch ein Jemand ist, kein Etwas – es ist inakzeptabel, wenn Fische als Spielzeug benutzt werden und für die Selbstdarstellung oder für Produktwerbung wiederholt und massiv leiden müssen." Das Tierschutzgesetz besagt, dass niemand "einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen" darf.

Strafanzeige wurde bei der Staatsanwaltschaft Potsdam erstattet. Ziel sei es, eine Fortsetzung des Angelcamps zu verhindern.

Quelle: ntv.de, nan/spot