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Reaktion auf Online-Petition Plant "GoT"-Autor Martin ein anderes Ende?

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Er ist der Mann hinter "Game of Thrones": Der 70-jährige Autor George R. R. Martin.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Im TV ist das Finale von "Game of Thrones" bereits gelaufen, die Buchvorlage ist dagegen noch nicht am Ende. Jetzt verrät Autor George R. R. Martin, warum sich das Warten auf seine zwei letzten Werke der "Das Lied von Eis und Feuer"-Reihe lohnt.

George R. R. Martin ist der Schöpfer der Buchvorlage zur Erfolgsserie "Game of Thrones". Jetzt stellt sich der 70-Jährige hinter die Showrunner David Benioff und D.B. Weiss, die seit dem Ende der Serie mit viel Gegenwind seitens der Fans zu kämpfen haben. Eine Online-Petition fordert sogar, die achte Staffel noch mal zu drehen. Aktuell sind dort fast 1,5 Millionen Unterschriften zusammengekommen.

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Sophie Turner ist Sansa Stark in "Game of Thrones"

(Foto: imago images / Cinema Publishers Collection)

Schon Schauspielerin Sophie Turner bezeichnete diese Petition im Gespräch mit der "New York Times" als "respektlos der Crew, den Autoren und den Filmemachern gegenüber, die über zehn Jahre daran gearbeitet und elf Monate für die letzte Staffel gedreht haben. Und Martin erklärte dazu nun, die beiden TV-Macher arbeiteten in einem anderen Medium als er. Sie hätten eine große Aufgabe gehabt, da sie nur wenig Raum hatten für die letzten Folgen, während seine letzten beiden Werke Tausende Seiten umfassen würden. Auf "Not a Blog" schrieb er, die beiden hätten nur wenige Stunden Zeit für die letzte Staffel gehabt. "Ich gehe davon aus, dass diese beiden letzten Bücher von mir 3000 Manuskriptseiten füllen werden, bevor ich fertig bin ... Und wenn weitere Seiten, Kapitel und Szenen benötigt werden, füge ich sie hinzu."

In der Petition der unzufriedenen Fans auf "Change.org" wird eine Neuverfilmung der finalen Staffel gefordert, da David Benioff und D.B. Weiss "bewiesen hätten, dass sie unfähig sind, ein Drehbuch zu verfassen, wenn ihnen eine Quelle (die Bücher) fehlt, auf die sie sich beziehen können. Diese Serie verdient ein Finale, das Sinn ergibt".

"Ich werde es zu Ende bringen"

Viele Fans dürfte daher wohl interessieren, welches Ende George R. R. Martin für die geliebten Charaktere in seinen Büchern wählen wird. Der sechste Teil seiner Buchreihe "Das Lied von Eis und Feuer", auf dem die Serie basiert, wird von seinen Anhängern sehnlichst erwartet. Nach "The Winds of Winter" hat Martin mit "A Dream of Spring" noch einen siebten Teil eingeplant. Die Frage, welches das "wahre Ende" sei, das in der Serie oder das in den Büchern, halte er aber für "eine dumme Frage", so der Autor.

Er höre die Leute fragen: "Wie wird alles enden? Das gleiche Ende wie in der Serie? Anders?", so Martin, der darauf nur antwortet: "Nun ... ja. Und nein. Und ja. Und nein. Und ja. Und nein. Und ja." Auch auf eine andere Frage gibt es keine klare Antwort. Das fünfte Buch seiner Reihe erschien vor etwa acht Jahren, zwischenzeitlich sorgten sich die Fans bereits, ob es überhaupt noch weitere Bände geben werde. "Der Winter kommt, das habe ich euch schon vor langer Zeit gesagt ... Und so ist es auch. 'The Winds of Winter' ist sehr verspätet, ich weiß, ich weiß, aber es wird fertig", erklärte der Autor.

Einen Erscheinungstermin nennt George R. R. Martin aber nicht. "Ich werde nicht sagen, wann, ich habe das schon versucht, nur um euch alle zu verätzen und mich selbst zu verfluchen ... Aber ich werde es zu Ende bringen, und dann wird 'A Dream of Spring' kommen."

Lohnt sich das Warten?

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Geht die Geschichte von Daenarys Targaryen und Jon Schnee in den Büchern anders aus?

(Foto: imago/ZUMA Press)

Was die Frage nach dem Ende seiner Buchreihe angeht, schlägt Martin seinen Fans eine einfache Lösung vor: "Wie wäre es damit: Ich werde es schreiben. Ihr lest es. Dann kann sich jeder selbst eine Meinung bilden und im Internet darüber streiten." Das Warten lohnt sich aber nicht nur deshalb: Der Schriftsteller erklärte, dass die Fans damit belohnt werden, dass sie erfahren, was mit mehreren Charakteren aus den Büchern passiert, die in der HBO-Serie gar nicht aufgetaucht sind.

"Es gibt Figuren, die es nie auf den Bildschirm geschafft haben, und andere, die in der Serie gestorben sind, aber in den Büchern noch leben. Die Leser erfahren, was mit Jeyne Pool, Lady Stoneheart, Penny und ihrem Schwein, Skahaz Shavepate, Arianne Martell, Darkstar, Victarion Greyjoy, Ser Garlan der Kavalier, Aegon VI und einer Vielzahl anderer großer und kleiner Charaktere passiert, bei denen die Zuschauer der Serie nie die Gelegenheit bekommen haben, sie zu treffen", schreibt Martin.

Quelle: n-tv.de, nan/spot

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