Jubel über Aston-Villa-SiegPrinz William rastet im Stadion aus

Der SC Freiburg erlebt am Mittwoch einen pechschwarzen Abend. Für den Aston-Villa-Fan Prinz William hätte es dagegen gar nicht besser laufen können. Ausgelassen feiert er den 3:0-Sieg seines Lieblingsteams im Finale der Europa League.
Prinz William hat beim Europa-League-Finale seines Herzensklubs Aston Villa gegen den SC Freiburg in Istanbul jede protokollarische Zurückhaltung abgelegt. Fotos zeigen den britischen Thronfolger, wie er am Mittwochabend im Stadion schreit, lacht, die Fäuste in die Luft reckt und seinen Begleitern in die Arme fällt. Schon zur Halbzeit, als seine Mannschaft 2:0 führte, hatte er allen Grund zum Jubel. Am Ende stand es sogar 3:0 für den Club aus Birmingham.
Der britische Thronfolger ist seit Jahren glühender Fan von Aston Villa und hatte schon beim Halbfinale gegen Nottingham auf der Tribüne gejubelt. Anschließend feierte er zudem mit den Spielern in der Kabine. Dass er für das Finale extra aus London in den Istanbuler Beşiktaş Park reisen würde, hatte Schauspieler und Komiker Matt Lucas verraten: William hatte ihm sein Kommen bei der Ordenszeremonie auf Schloss Windsor am Dienstag bestätigt.
Kurze Zeit später startete William am frühen Abend tatsächlich zu seinem Kurztrip Richtung Türkei. Schon am Donnerstag wollte er wieder Termine in Cornwall wahrnehmen. Sein Sohn Prinz George, ebenfalls großer Fußballfan und gerne im Publikum dabei, begleitete ihn nicht. Aston Villa gewann gegen den SC Freiburg seinen ersten europäischen Titel seit 44 Jahren.
Besuch in der Kabine
Bevor der Anpfiff ertönte, ließ es sich William auch im Finale nicht nehmen, die Aston-Villa-Kabine zu besuchen und der Mannschaft persönlich motivierende Worte mitzugeben. Auf Instagram hatte der Prinz zuvor den Schlachtruf der Fans geteilt: "Auf geht's, Villa! Viel Glück für das Europa-League-Finale heute Abend. UTV!" - das Kürzel steht für "Up The Villa".
Aber warum ausgerechnet Aston Villa? Der Club liegt weder in London, wo William aufgewachsen ist, noch gehört er zu den Schwergewichten der Premier League. Der Thronfolger hat das selbst mal gegenüber dem Sender BBC erklärt: "Meine Freunde waren entweder Fans von Manchester oder von Chelsea, und ich wollte nicht für so einen Durchschnittsverein sein. Ich wollte einen Verein, der eher im Mittelfeld der Tabelle spielt und mir emotionalere Höhen und Tiefen bescheren kann."
Das Finale in Istanbul war dabei das zweite große Fußballevent innerhalb weniger Tage für den Thronfolger: Am Wochenende verfolgte er in seiner Funktion als Präsident des englischen Fußballverbands das FA-Cup-Finale und überreichte den Pokal an Manchester City nach deren 1:0-Sieg gegen Chelsea.
Möglicherweise steht schon bald der nächste große Trip für den Prinzen an: Am 11. Juni beginnt die WM in Kanada, Mexiko und den USA - William könnte die englische Nationalmannschaft auch dort unterstützen.