Unterhaltung

"Jede Menge Gratiszeug" Promis auf Beutefang vor den Oscars

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Carrie Bernans, Schauspielerin und Stuntfrau, tröstet sich mit Hanfmittel gegen den Stress, keinen Oscar zu gewinnen.

(Foto: imago images/Future Image)

Augen auf bei der Berufswahl! Wenn man Promi ist, hat man nicht nur sowieso schon ein sehr schönes Leben, es wird in der Pre-Oscar-Zeit sogar noch schöner. Denn vor der Verleihung gibt es Schmuck, Kosmetik, eine Pflegelotion für den Hund oder ein kleines Souvenir-Grundstück in Schottland.

Hanfkosmetik, Botox-Spritzen, Schmuck und Edel-Produkte für den Schoßhund: Das und vieles mehr gibt es für Oscar-Nominierte, TV-Sternchen, Models und andere Promis gratis, wenn sie in gesponserten "Swag Suites", also Geschenk-Lounges, auf Beutezug gehen. Auch den 11-jährigen Kinderstar Ravi-Cabot Conyers, der in dem Disney-Streifen "Encanto" der Figur Antonio Madrigal seine Stimme verleiht, hat es gepackt. Am Sonntag ist er bei den Oscars dabei, wo "Encanto" drei Trophäen gewinnen könnte, doch zuvor geht es in einem Luxushotel in Beverly Hills durch die "Celebrity Style Lounge".

"Hier ist alles umsonst, das ist so cool", freut sich der 11-Jährige. Stolz zeigt er die gefüllten Tragetaschen, mit Schmuck, Kleidung und seinem "Lieblingsstück", eine Badeente im Stil von Elvis Presley. Auch Carrie Bernans, "Black Panther"-Schauspielerin und Stuntfrau, ist schwer bepackt. Gerade noch lässt sie sich die Vorzüge eines Hanfmittels zur Stress-Bekämpfung erklären, schon wandert ein Geschenkset in die Tüte. Hunderte geladene Gäste ziehen von Stand zu Stand, zwei Dutzend Oscar-Nominierte stehen auf der Promi-Liste.

Lord oder Lady von Glencoe

Patrik Simpson ist "nur" eine TV-Persönlichkeit, doch mit seinem Hündchen SnowWhite90210 auf dem Arm, wird er leicht als Star der Show "Gown and Out in Beverly Hills" erkannt. "Ich stecke alles ein, Schmuck, Kosmetik, sogar eine Pflegelotion für meinen Hund", sagt Simpson. Doch Schnorren weist er weit von sich: Bereitwillig posiert er für Fotos, mit denen die Hersteller der Produkte dann werben dürfen. "Wir wissen doch alle, dass jeder die Sachen haben will, die Promis tragen", meint Simpson. Seit 15 Jahren lädt Rita Branch mit Dutzenden Sponsoren vor den Oscars ein, um Promis "jede Menge Gratiszeug" zu bieten. In diesem Jahr bittet sie vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges um Spenden. Ihr Mann sei gebürtiger Ukrainer, sie wollten Hilfsorganisationen unterstützen.

Früher beschenkte auch die Oscar-Akademie ihre nominierten Stars mit eigenen Geschenkkörben, doch 2007 wurde das eingestellt, um möglichen Konflikten mit der Steuerbehörde aus dem Weg zu gehen. Private Event-Firmen sprangen ein. Auch in diesem Jahr umwirbt die Marketingfirma "Distinctive Assets" die 25 Top-Anwärter in den vier Schauspielsparten und für Regie mit Gratisgaben im Wert von Zehntausenden Dollar. Auf der Liste: Anti-Aging-Mittel, ein Wellness-Aufenthalt, Olivenöl mit Blattgold und ein kleines Souvenir-Grundstück in Schottland, das dem Besitzer das Recht gibt, sich Lord oder Lady von Glencoe zu nennen.

Quelle: ntv.de, soe/dpa

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