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"Verärgerte Groupies" R. Kelly verhöhnt seine mutmaßlichen Opfer

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R. Kelly muss sich in Chicago vor Gericht verantworten. Ihm werden sexueller Missbrauch Minderjähriger, Erpressung und die Produktion von Kinderpornografie vorgeworfen.

(Foto: picture alliance/dpa)

R. Kelly muss sich gerade vor Gericht wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen verantworten. Jetzt soll der Musiker zu seiner Verteidigung Dokumente eingereicht haben, in denen er die Frauen beleidigt, die ihn angezeigt haben.

Robert Sylvester Kelly alias R. Kelly sitzt seit gut zwei Wochen wieder in Untersuchungshaft. Eine Freilassung gegen Kaution lehnte ein Gericht ab. Dem Musiker wird vorgeworfen, zahlreiche Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Kellys Anwälte sollen nun zur Verteidigung ihres Mandanten Dokumente vorgelegt haben, in denen sie seine mutmaßlichen Opfer verhöhnen. Das meldet das US-Promiportal "TMZ".

In den Unterlagen werde die sofortige Freilassung Kellys gefordert, heißt es dort weiter. Laut seiner Anwälte stelle der 52-Jährige keine Bedrohung dar, die Vorwürfe gegen ihn seien falsch. In der Erklärung stehe außerdem, die "Groupies" hätten alles getan, um Kellys Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und freiwillig den Kontakt zu ihm gesucht. Sie kauften angeblich Backstage-Pässe und besuchten Fan-Events, um ihm näher zu kommen.

Opfer als "promiskuitiv" bezeichnet

Kellys Anwalt Douglas Anton behauptet außerdem, die Regierung versuche, ein schändliches Bild von seinem Mandanten zu zeichnen. Dabei handele es sich bei den anklagenden Frauen lediglich um "fünf verärgerte Groupies", die nicht einmal alle minderjährig seien und erst jetzt, viele Jahre später, Anschuldigungen erhoben hätten. Schuld daran seien ein Fernsehsender und ein Staatsanwalt, die die Frauen angeblich dazu aufforderten, gegen Kelly auszusagen und ihnen versprachen, sie so berühmt zu machen.

Das Anwaltsteam des gefallenen R'n'B-Stars greift dann noch eines der Opfer an, das zum Zeitpunkt des Kontaktes mit Kelly bereits volljährig war. Die junge Frau habe vor seiner Tür gestanden und "ihn so sehr gewollt", dass sie nicht auf die Benutzung eines Kondoms bestanden habe. Ihre jetzige Behauptung, Kelly habe sie mit Herpes infiziert, weisen die Anwälte mit der Begründung ab, die Frau sei "promiskuitiv" und niemand wisse, mit wie vielen Sexualpartnern sie in dieser Zeit verkehrt habe.

Die Staatsanwaltschaft in Chicago legt R. Kelly 13 Anklagepunkte zur Last, unter anderem die Produktion von Kinderpornografie und Behinderung der Justiz. Hinzu kommen fünf Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft im New Yorker Stadtteil Brooklyn, darunter Erpressung. Kelly soll seine Bodyguards und Assistenten angestiftet haben, Mädchen für illegale sexuelle Handlungen zu gewinnen. Der Musiker bestreitet alle Anschuldigungen und spricht von Rufmord.

Quelle: n-tv.de, nan

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