Heute ist sie "stark wie Stahl"RTL-Moderatorin Eva Imhof zeigt sich in der Psychiatrie

Vor der Kamera lässt sich RTL-Moderatorin Eva Imhof nie anmerken, dass sie mit Depressionen und Panikattacken kämpft. Bis sie zusammenbricht. Nun blickt sie zurück auf ihre Zeit in der Psychiatrie.
2023 verschwindet Moderatorin Eva Imhof, die sowohl für RTL als auch ntv vor der Kamera stand, aus der Öffentlichkeit. Kein freiwilliger Rückzug, wie sie nun bei Instagram erklärt: "Ich war in der geschlossenen Psychiatrie." Und zwar nach eigenen Angaben fast ein Jahr - mit kurzen Unterbrechungen.
Sie habe lange überlegt, ein Foto aus dieser Zeit zu posten, doch nun mache sie es "sehr bewusst", erklärt die 47-Jährige. Bereits vor zwei Jahren hatte sie im RTL-Interview offen über ihre Depressionen, Panikattacken und Angstzustände gesprochen, die sie teils bereits seit ihrer Kindheit begleitet haben. Richtig schlecht sei es ihr dann 2022 nach der Trennung von ihrem Mann, Moderator Peter Imhof, gegangen, berichtete sie. 13 Jahre waren sie ein Paar, haben Zwillingstöchter. "Ich habe unterschätzt, wie schlimm es ist, sich zu trennen und vor allen Dingen mit den Kindern", erinnerte sich Imhof damals im Gespräch mit RTL.
Nur ein Jahr nach dem Ehe-Aus fand sich Imhof in der geschlossenen Psychiatrie wieder. Das Foto, das sie dort auf einem Bett liegend zeigt, ist das erste einer ganze Reihe Bilder, die die ehemalige Moderatorin nun bei Instagram hochgeladen hat. Fotos, die Hoffnung machen, dass sie weiter auf dem Weg der Besserung ist. So ist ein weiterer Schnappschuss ganz aktuell. Darauf sitzt Imhof auf einer Bank und genießt mit geschlossenen Augen die Frühlingssonne. Danach postet die 47-Jährige verschiedene Fotos aus den vergangenen Jahren, die sie meist im beruflichen Umfeld zeigen. Auf dem letzten Bild kuschelt sie mit einer Katze im Bett und erklärt dazu: "Auf dem letzten Slide sieht man vielleicht am ehesten, wie gemütlich ich mittlerweile geworden bin."
Zu der Bilderserie schreibt Imhof: "Und nun?! Nun kommt es vielen schon wieder vor, als sei ich 'über Nacht' geheilt. Nein, so einfach war das nicht. Da bin ich ehrlich mit euch. Und schaut mal durch die Bilder - fühle ich mich mittlerweile wieder wie die 'Karriere-Woman' von einst? Nein, ich fühle mich anders: ruhiger, zuversichtlicher (verrückterweise), weiser."
Sie sei mittlerweile "so stark geworden", freut sich Imhof in ihrem Post: "Ich sage gern: 'Stark wie Stahl!'" Ihre psychischen Probleme thematisiert sie so offen, weil sie anderen, denen es ähnlich geht, helfen wolle, wie sie erklärt: "Gerne gebe ich meine Zuversicht weiter. Habt Ihr Fragen? Wie fühlt Ihr Euch?"
"Mein Körper konnte einfach nicht mehr"
2024 hatte Eva Imhof im Interview mit dem Magazin "Bunte" auf den Moment zurückgeblickt, der sie in die Psychiatrie gebracht hatte. Sie sei 2023 im "Hotel Adlon" in Berlin zusammengebrochen und mit dem Krankenwagen abgeholt worden. "Ich erlitt einen totalen Zusammenbruch und kam in die Berliner Charité, wo ich stationär aufgenommen wurde. Ein paar Tage war ich bewusstlos und lag insgesamt dreimal im Koma. Einmal sogar zehn Tage. Mein Körper konnte einfach nicht mehr. Ich habe ein Jahr auf der Akutstation der Psychiatrie verbracht." Ihren ersten Burn-out habe sie allerdings bereits 2019 gehabt. Trotzdem habe sie weiter gearbeitet.
Bei Imhofs Followern kommt ihre Ehrlichkeit gut an. "Danke für deine Offenheit, so wichtig das zu thematisieren. Und eine weitere gute Heilung. Du schaffst das", "Sehr stark von dir deine Geschichte zu teilen! Wir wünschen dir nur das Beste" oder "Du kannst so stolz auf dich sein und es ist schön dich wieder so strahlen zu sehen", lauten nur drei von vielen aufmunternden Kommentaren zu ihren Fotos.