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"Mir ist das peinlich!" "Rambo"-Erfinder stänkert über neuen Film

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(Foto: imago images / ZUMA Press)

Mit Neuauflagen von Filmklassikern ist das so eine Sache. Irgendwie wollen sie alle, weil die Originale so großartig waren. Wenn sie aber einmal da sind, ist der Ärger groß. Jüngstes Beispiel: der neue "Rambo"-Film.

Er hat die Original-"Rambo"-Bücher geschrieben, mit dem neuen Franchise-Streifen will David Morell nichts mehr zu tun haben. "Der Film ist ein einziges Chaos. Es ist mir peinlich, dass mein Name damit in Verbindung gebracht wird", twitterte er kurz nach Start von "Rambo: Last Blood", dem neuesten Beitrag zum Rambo-Franchise.

Sylvester Stallone spielt in "Last Blood" wieder einmal den kämpferischen Kriegsveteranen. In den 80er-Jahren hatte ihm die Rolle zu weltweitem Ruhm verholfen. In drei Filmen war er als Rambo zu sehen. 2008 wollte er es nochmal wissen. Stallones Auftritt in "Last Blood" ist also sein fünftes Mal als Kultfigur. Den hätte er sich Morell zufolge schenken können.

"Der Film hat die Figur (des Rambo) zu einem Nichts gemacht", kritisierte Morell auf Twitter. Man sei davon ausgegangen, dass das Publikum Rambo kenne. "Aber jeder unter 40 wird sich fragen, was da los ist", so Morell. "Man hätte Rambo auch einfach John Smith nennen können."

"Degradiert und entmenschlicht"

Vielleicht ist Morell auch einfach ein wenig angefressen, weil ihn für den jüngsten "Rambo"-Film offenbar keiner der Macher zurate gezogen hat. "Niemand hat mit mir über den Film gesprochen", so der 76-jährige Morell. "Ich wünschte, sie hätten es getan." Man brauche sich nur den Film "Trackdown" aus dem Jahr 1976 anschauen, der habe genau dieselbe Handlung.

Dem US-Portal "Newsweek" sagte Morell zudem, er fühle sich durch "Last Blood" "degradiert und entmenschlicht". Der Film habe keine Seele. Ob seine Ausführungen "Rambo"-Fans von einem Kinobesuch abhalten, bleibt zu bezweifeln.

Quelle: ntv.de, ame