Unterhaltung

Sieben Songs in Top Ten Rapper Drake bricht alten Beatles-Rekord

055e964b6f1461ccd9e4e051c425ec2b.jpg

Der dreifache Grammy-Gewinner Drake gehört zu den am besten verdienenden Rappern.

(Foto: AP)

Der kanadische Rapper Drake stellt mit seinem neuen Album "Scorpion" jetzt schon die Beatles und Michael Jackson in den Schatten. Auf der Platte werden auch Spekulationen über sein Privatleben weiter angeheizt.

Er hat etwas geschafft, wovon andere Musiker nur träumen können: Sieben der Songs auf dem neuen Album "Scorpion" von Drake befinden sich derzeit in den Top Ten der US-Charts. Die Beatles brachten es 1964 auf fünf Lieder. Das berichtete das US-Musikblatt "Billboard". Damit bricht der Rapper derzeit alle Rekorde.

Insgesamt hatte der Kanadier in seiner Karriere nun schon 31 Top-Ten-Songs in den Charts - das schaffte zuvor als männlicher Sänger nicht einmal Michael Jackson. Nutzer der Plattformen Apple Music und Spotify hörten sich das Album "Scorpion" nach seiner Veröffentlichung am Freitag innerhalb von nur einem Tag insgesamt mehr als 300 Millionen Mal an, wie beide Unternehmen mitteilten. Berichten zufolge wurde "Scorpion" sogar innerhalb einer Woche über eine Milliarde Mal über Streaming-Plattformen abgespielt - auch das ist ein neuer Rekord.

Gerüchte über seine Vaterschaft

Der Musiker aus Toronto hatte das neue Doppelalbum mit 25 Songs Ende Juni überraschend auf den Markt gebracht. Zitternde Bässe und klickernde Snaredrums reichen sich die Hand, wenn Drake im Wechsel zwischen Hip-Hop und Soul verbal durch 25 Titel wandert. Auf "Scorpion" ist auch ein Duett von Drake mit dem verstorbenen Michael Jackson zu hören, ein bisher unveröffentlichter Song des "King of Pop". Außerdem hat er gemeinsam mit Rapper Jay-Z einen Song aufgenommen.

Auf dem Album wird auch mehr über das Privatleben des bürgerlich als Aubrey Drake Graham bekannten Musikers enthüllt. In der Vergangenheit war viel geredet worden über seine mögliche Vaterschaft, nicht zuletzt dank Rapper Pusha T, der Drake in "The Story of Adidon" vorwarf, ein Kind vor den Augen der Öffentlichkeit zu verstecken. "Ich habe mein Kind nicht vor der Welt versteckt / Ich habe die Welt vor meinem Kind versteckt", rappt Drake in "Emotionless" zu einem Mariah Carey-Sample. Auf dem Album spielt Drake mehrfach auf ein Kind in seinem Leben und auf die Vaterschaft an. Nach Einschätzung der US-Medien bestätigt er damit die Vaterschaft an einem Sohn. Um einen mutmaßlichen Sorgerechtsstreit mit der Mutter dreht sich auch der finale Track des Albums, "March 14": "Jetzt bin ich hier draußen an der Front, versuche sicherzugehen, dass ich ihn gelegentlich sehe." Der Mutter sei er nur zweimal begegnet. "Es zerbricht meine Seele / Alleinerziehender Vater, ich hasse es, das zu hören", rappt Drake. 

Potenzieller Hit des Sommers 2018

Auf seinem neuen Doppelalbum macht Rapper Drake unmissverständlich klar, dass er im Musikgeschäft zu den ganz Großen zählt. Der 31 Jahre alte Kanadier will an die Spitze - wenn er da nicht schon längst angekommen ist. Der mehrfache Grammy-Gewinner brach bereits mit seinen vorherigen Alben Streaming-Rekorde. Das Musikmagazin "Rolling Stone" hatte die Single "Nice for What" über ein altbekanntes Sample von Lauryn Hill wegen ihrer "puren Wiederspielbarkeit" bereits zum potenziellen Hit des Sommers 2018 gekürt. Zu den am besten verdienenden Rappern gehört der dreifache Grammy-Gewinner aus Toronto längst: Im Ranking des Magazins "Forbes" landete er vergangenes Jahr hinter "Diddy" auf dem zweiten Platz noch vor Jay-Z.

Quelle: n-tv.de, meh/dpa/AFP

Mehr zum Thema