Unterhaltung

"Ich hatte Angst" Regisseur empfahl Chopra Schönheits-OPs

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Setzt sich für Frauenrechte ein: Priyanka Chopra.

(Foto: imago/ZUMA Press)

2000 wird Priyanka Chopra zur schönsten Frau der Welt gekürt. Doch das hindert einen Regisseur offenbar nicht daran, die Miss World zu mehreren Schönheitseingriffen zu drängen. Unterstützt wird er dabei auch noch von ihrem damaligen Manager, wie Chopra nun verrät.

Ihre Wahl zur Miss World im Jahr 2000 war für Priyanka Chopra der Anfang einer steilen Karriere. Mit dem Titel in der Tasche brach die schöne Inderin ihr Luftfahrttechnik-Studium ab und gab ihr Schauspieldebüt im Film "The Hero: Love Story of a Spy" (2003). In Bollywood ist die heute 38-Jährige seitdem nicht mehr von der Kinoleinwand wegzudenken. Und auch in Hollywood startete sie ab 2015 endgültig durch. Nebenbei ist sie als Markenbotschafterin und Model aktiv.

Doch ihre Titel und ihr unbestreitbar gutes Aussehen hinderten einen Regisseur nicht daran, Chopra mehrere Schönheitsoperationen nahezulegen, "um ihre Proportionen zu korrigieren". Das erzählt die Schauspielerin nun in einem Interview mit "Metro". Die Szene ist auch Teil ihres Buches "Unfinished".

In ihrer Autobiografie schreibt sie: "Er starrte mich lange und hart an, bewertete mich und schlug dann vor, dass ich eine Brust-OP bekomme, meinen Kiefer repariere und meinem Hintern etwas mehr Polsterung verschaffe." Dafür könne er sie auch zu einem "großartigen Arzt in L.A." schicken, so der Regisseur laut Chopra. Auch ihr damaliger Manager habe der Sache zugestimmt. Kurz darauf habe sie sich von ihm getrennt.

"Sei keine Nervensäge"

Obwohl sie damals schon Miss World war, habe sie nicht den Mut aufgebracht, für sich selbst einzustehen, erinnert sich die Frau des zehn Jahre jüngeren Popstars Nick Jonas laut "Metro" weiter. "Weil ich so oft gehört habe: 'Sei keine Nervensäge, du bist neu in dieser Branche, du willst doch nicht den Ruf haben, dass du schwierig bist'", erklärt die Bollywood-Schauspielerin. Mittlerweile wisse sie, dass das Mädchen oft zu hören bekämen. "Ich habe mit der Zeit daraus gelernt, aber damals hatte ich Angst."

In dem Interview stellt Chopra auch klar, dass solche Bewertungen von angehenden Schauspielerinnen noch immer normal seien. Sie wolle sich dafür engagieren, dass Frauen die Kontrolle über ihre Karrieren übernähmen. Chopra setzt sich seit Jahren für Frauenrechte ein und spricht sich für die Gleichstellung der Geschlechter aus. Seit 2010 ist sie Botschafterin für Unicef.

Quelle: ntv.de, lri/spot

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