"Jeder kommt mal dran"Roberto Blanco sinniert über den Tod

Für viele wird Roberto Blanco für immer die ewige Stimmungskanone sein. Doch auch Partylöwen kommen irgendwann einmal in die Jahre. So feiert Blanco demnächst seinen 85. Geburtstag. Kurz zuvor macht er sich nun Gedanken über seine eigene Endlichkeit.
Ein bisschen Spaß muss sein - so lautet das Credo, mit dem Roberto Blanco vermutlich bis in alle Ewigkeit verbunden sein wird. Dabei hat der größte Stimmungshit des Sängers nun auch schon knapp 50 Jahre auf dem Buckel. Ende 1972 ist er erstmals erschienen.
So wie der Song ist natürlich auch Blanco selbst gealtert. Am 7. Juni feiert er seinen sage und schreibe 85. Geburtstag. In einem Interview mit dem Portal schlager.de hat er sich vorab so einige Gedanken zu seinem Alter gemacht.
So räumt Blanco in dem Gespräch unumwunden ein, dass er großen Respekt vor dem Thema Tod habe. "Du kannst das nicht wegwischen. Jeder kommt mal dran", erklärt er und ergänzt: "So ist das Gesetz des Lebens".
Wunsch nach einem "normalen Tod"
Auch die Frage, wie er diese Welt einmal verlassen wird, treibt den Sänger um. "Was ich wünsche, ist ein normaler Tod. Einschlafen oder so etwas." Sich selbst wünsche er ebenso wie allen anderen Menschen einen Tod ohne Leiden, unterstreicht er. "Es wäre schön, wenn der liebe Gott uns allen das gibt", so Blanco.
Der 1937 im tunesischen Tunis geborene Blanco kam bereits Mitte der 1950er-Jahre nach Deutschland. Nachdem er sich zunächst als Schauspieler versucht hatte, begann er in den 1960er-Jahren seine Karriere als Schlagersänger.
Nicht zuletzt durch seine Auftritte in der "ZDF-Hitparade" wurde er alsbald deutschlandweit bekannt. Neben "Ein bisschen Spaß muss sein" gehören "Heute so, morgen so" (1969) und "Der Puppenspieler von Mexiko" (1972) zu seinen größten Hits.
Blanco besitzt seit Beginn der 1970er-Jahre die deutsche Staatsbürgerschaft. Vor einigen Jahren ließ er sich mit seiner 40 Jahre jüngeren Frau Luzandra Strassburg, mit der er seit 2013 verheiratet ist, in der Schweiz nieder.