Solidarität mit Collien FernandesSarah Engels offenbart Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt
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Collien Fernandes' Vorwürfe gegen Christian Ulmen wecken in Sarah Engels Erinnerungen an selbst erlebte Gewalt im "engsten persönlichen Umfeld". Sie mahnt, das Schweigen zu brechen.
Sarah Engels steckt aktuell in den Vorbereitungen für ihren Auftritt beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Wien, wo sie Deutschland mit ihrem Song "Fire" würdig vertreten will. Doch die Diskussion über den "Spiegel"-Artikel, in dem Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes ihrem Ex-Mann Christian Ulmen "virtuelle Vergewaltigung" vorwirft, ruft nun auch die Sängerin auf den Plan.
In einem Statement in ihren Instagram-Storys schreibt sie: "Die gefährlichsten Männer sind oft nicht die Fremden, denen man draußen begegnet, sondern die aus unserem engsten Umfeld". Genau deshalb müsse das "Schweigen endlich gebrochen werden". Dass Fernandes mit ihrer Offenheit nun dazu beitrage, verdiene den "größten Respekt", so Engels.
Dabei betont die ehemalige "Deutschland sucht den Superstar"-Kandidatin, die 2011 im Finale der RTL-Show ihrem späteren Ehemann Pietro Lombardi unterlag, dass sie aus eigener Erfahrung wisse, wie sich "psychische, häusliche, sexualisierte, digitale und strukturelle Gewalt im engsten persönlichen Umfeld" anfühle. Und wie es sei, wenn "einem die eigene Identität und die eigene Stimme genommen werden" und man als Frau "die Wahrheit nicht aussprechen kann", weil man gelernt habe, dass einem "viel zu oft nicht geglaubt wird".
Engels schreibt in ihrem Statement bei Instagram, dass sie lange gehofft habe, dass irgendwann die Zeit komme, in der Frauen "laut sein dürfen" und ihnen dann auch tatsächlich Glauben geschenkt werde. Dafür versuche sie, sich seit Jahren starkzumachen. Das Erschreckende sei, dass die von ihr beschriebene Gewalt oft dort stattfinde, wo "niemand sie vermuten will" und von "genau denen ausgeht, von denen es niemand erwartet".
Schwere Vorwürfe gegen Christian Ulmen
Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen unter anderem vor, über Jahre hinweg Fake-Profile erstellt zu haben, die den Eindruck erwecken sollten, dass seine damalige Ehefrau pornografische Fotos und Videos von sich erstellt und an andere Männer verschickt habe. Zudem soll er sie während der Ehe durch Wutausbrüche eingeschüchtert und bei Auseinandersetzungen mitunter körperlich angegriffen haben. Nach "Spiegel"-Informationen soll Ulmen im Januar 2023 auf Mallorca wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt kurzzeitig festgenommen worden sein. Die Behörden stellten das Verfahren später ein.
Ulmens Anwalt reagierte auf den "Spiegel"-Artikel mit einem Schreiben, in dem es heißt: "Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den 'Spiegel' rechtliche Schritte einzuleiten." Es würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung" verbreitet. Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Weder er noch Fernandes haben sich auf Anfrage zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen geäußert.