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Schlammschlacht in HollywoodBlake Lively erleidet Schlappe vor Gericht gegen Justin Baldoni

03.04.2026, 09:46 Uhr
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Einst waren sie Filmpartner, nun sind sie zerstritten: Blake Lively und Justin Baldoni. (Foto: AP)

Es ist eine der meistbeachteten Rechtsstreitigkeiten Hollywoods. Blake Lively macht ihrem früheren Filmpartner Justin Baldoni schwere Vorwürfe. Doch nun gibt es eine unerwartete Wende in einem der Prozesse.

US-Schauspielerin Blake Lively hat in einem Rechtsstreit mit ihrem Kollegen Justin Baldoni eine Niederlage erlitten. Ein Richter in New York wies die meisten ihrer Vorwürfe gegen Baldoni zurück, darunter Vorwürfe sexueller Belästigung, Verleumdung und Verschwörung, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Nur noch drei von zunächst dreizehn Punkten, darunter Vertragsbruch, sollen Gegenstand des Verfahrens sein. Der Prozessauftakt ist für Mitte Mai angesetzt.

Sigrid McCawley, ein Mitglied von Livelys Anwaltsteam, sagte, dass der Fall nun mit den Vergeltungsvorwürfen weitergeführt werde, die von Anfang an im Mittelpunkt gestanden hätten. "In diesem Fall stand und steht die verheerende Vergeltung und die außergewöhnlichen Maßnahmen, die die Angeklagten ergriffen, um Blake Livelys Ruf zu zerstören, weil sie sich am Set für die Sicherheit einsetzte, im Mittelpunkt des Prozesses", wird McCawley in der "Los Angeles Times" zitiert.

Baldonis Anwälte begrüßten das Urteil. "Wir freuen uns sehr, dass das Gericht alle Klagen wegen sexueller Belästigung und alle gegen die einzelnen Angeklagten erhobenen Vorwürfe abgewiesen hat", erklärten die Anwälte Alexandra Shapiro und Jonathan Bach in einer Stellungnahme.

Die Entscheidung markiert die jüngste Wendung in einem weitreichenden Streit, der sich über mehrere Gerichtsverfahren erstreckt und weitergehende Fragen zum Verhalten am Arbeitsplatz, zur Meinungsfreiheit und zu den Grenzen von Vergeltungsansprüchen in der Zeit nach #MeToo aufwirft.

Blake Lively ("Gossip Girl"), die mit Hollywood-Star Ryan Reynolds verheiratet ist, hatte ihren Co-Star Baldoni im Dezember 2024 wegen sexueller Belästigung beim Dreh von "Nur noch ein einziges Mal" angezeigt und ihm sowie dem Produzenten Jamey Heath in einer Klage vorgeworfen, ihren Ruf zerstören zu wollen. Baldoni ("Jane the Virgin"), der bei dem Film auch Regie führte, hatte seinerseits mit einer Klage unter anderem gegen Lively und Reynolds wegen Verleumdung reagiert. Diese Klage war im vorigen November von einem Richter abgewiesen worden.

Die Romanverfilmung des gleichnamigen Bestsellers von US-Autorin Colleen Hoover dreht sich um ein Liebespaar, gespielt von Lively und Baldoni, in einer missbräuchlichen Beziehung.

Quelle: ntv.de, gut/dpa

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