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"Es war früher lustiger" Schöneberger klagt über Political Correctness

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"Wenn Klischees jetzt auf den Index der persönlichen Verletzung fallen, jede Aussage überprüft wird, wird's schwierig", erklärt die Moderatorin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Entertainerin Barbara Schöneberger ist nicht besonders "amused". Die heutzutage vielfach beachtete Political Correctness im Humor hält sie für problematisch. "Einfach mal lachen ist nicht mehr", meint die Moderatorin. Von dieser Einstellung sind nicht alle ihre Fans begeistert.

Das deutsche Allroundtalent Barbara Schöneberger klagt über die heutzutage gerade im Humor vorherrschende Political Correctness. "Wenn Klischees jetzt auf den Index der persönlichen Verletzung fallen, jede Aussage überprüft wird, wird's schwierig", erklärt die Moderatorin, Schauspielerin, Sängerin und Entertainerin im Gespräch mit der "Welt am Sonntag". "Machen wir uns nichts vor: Es war früher lustiger."

Früher habe sie demnach Galas moderiert, bei denen es unter anderem Champagner vom Fass gegeben habe. Schon zu Beginn einer Gala müsse man heute Dinge sagen, wie dass die Toilettenspülung mit Regenwasser funktioniere und dass "E-Golfs für den VIP-Shuttle" bereit stünden. Dies solle man nun nicht falsch auffassen, denn das sei auch in Ordnung. Mittlerweile dominiere jedoch "eine komplett andere Sensibilität den Humor: Einfach mal lachen ist nicht mehr."

Sie selbst sei in ihrer Karriere auf keinerlei Widerstände getroffen: "Zumindest keine, die mich von etwas abgehalten hätten." Wie jeder habe sie natürlich auch Misserfolge erlebt, aber noch nie habe sie einen Aufstieg oder ein Scheitern bewusst auf ihr Geschlecht zurückführen können.

"Irgendwann ist auch mal Schluss"

Laut der Welt am Sonntag macht sich Schöneberger mit ihrer Einstellung nicht nur Freunde - auch nicht bei ihren Fans. Als sie Männern auf Instagram empfiehlt sich lieber nicht zu schminken, kassiert sie einen regelrechten Shitstorm. „Also jetzt mal ganz ehrlich, Freunde. Irgendwann ist auch mal Schluss. Männer dürfen gerne von mir aus lustige, hochgekrempelte Hosen tragen und kurze Jacketts, die überm Arsch enden - dann macht es, wenn ihr das wollt. Aber wenn ihr euch jetzt auch noch schminkt... ich finde, irgendwo ist auch mal ein Punkt. Männer sind Männer“, sagt die 45-Jährige in einem Instagramvideo für ihr Magazin “Barbara“. Unter dem Post finden sich viele kritische Stimmen. „Richtig moderne Weltanschauung“, kritisiert ein User.

Schöneberger ist eine von vier Protagonistinnen, die Sky für seine neue Dokureihe "Her Story" fast ein ganzes Jahr vor und hinter den Kulissen begleitet hat. Am 24. November und 1. Dezember, jeweils um 21:50 Uhr, zeigt der Sender die zweiteilige Doku über die 46-Jährige. Später folgen Dokumentationen über Sarah Wiener, Stefanie Giesinger und Anna Loos.

Quelle: ntv.de, can/spot