Unterhaltung

Auf offener Straße erschossen Schuldspruch nach Mord an Rapper Nipsey Hussle

Erinnerung an den US-Rapper Nipsey Hussle bei einer Gedenkveranstaltung (April 2019).

Erinnerung an den US-Rapper Nipsey Hussle bei einer Gedenkveranstaltung im April 2019.

(Foto: Ringo Chiu/ZUMA Wire/dpa)

Mehr als drei Jahre nach dem gewaltsamen Tod des US-Rappers Nipsey Hussle wird ein 32-jähriger Mann in Los Angeles wegen Mordes schuldig gesprochen. Nach einem mehrwöchigen Prozess fällen die Geschworenen das Urteil. Der Täter habe mit Vorsatz gehandelt, ihm droht eine lebenslange Haft.

Im Prozess um die Ermordung des US-Rappers Nipsey Hussle ist der Angeklagte schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen am Gericht in Los Angeles sahen es als erwiesen an, dass der 32-jährige Eric H. den Rapper im März 2019 auf offener Straße ermordete.

Im Prozess hatte der Angeklagte die Tat nicht bestritten, seine Anwälte hatten allerdings argumentiert, er habe im Affekt und nicht mit Vorsatz gehandelt. Die Anklage schilderte den Tathergang anders: Demnach kehrte der Täter zehn Minuten nach einem Streit mit dem Rapper noch einmal mit Waffen in beiden Händen zurück, um dann auf den Musiker zu schießen.

Der 33-jährige Nipsey Hussle wurde von mindestens zehn Kugeln getroffen und brach vor dem Modegeschäft zusammen, das er in seinem Stadtviertel im Süden von Los Angeles eröffnet hatte. Die Tat wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. H. war zunächst mit einem Wagen geflüchtet, konnte dann aber von der Polizei festgenommen werden. Vor Gericht plädierte der damals 29-Jährige zunächst auf nicht schuldig. Vertreten wurde er von Chris Darden, einem der Staatsanwälte im Prozess gegen O.J. Simpson. Eric H. droht eine lebenslange Haft, das Strafmaß soll am 15. September verkündet werden.

Hussle, mit bürgerlichem Namen Ermias Asghedom, stammte aus einer von Bandenkriminalität geprägten Gegend in Los Angeles. Seine Musiker-Karriere startete der Rapper in der Untergrund-Hip-Hop-Szene. Lange Zeit war er kommerziell wenig erfolgreich, sein erstes im Studio produziertes Album "Victory Lap" brachte Hussle aber gleich eine Nominierung für einen Grammy als bestes Rap-Album ein.

Freunde, Fans und Angehörige des erschossenen Rappers hatten im April 2019 bei einer großen Trauerfeier von dem Musiker Abschied genommen. Ins Staples Center in Los Angeles kamen nach US-Medienberichten mehr als 20.000 Menschen. Tausende säumten die Straßen, als der Sarg mit Hussles Leichnam nach der Trauerfeier auf einer Strecke von 40 Kilometern durch mehrere Stadtteile von Los Angeles gefahren wurde. Dabei fielen Polizeiangaben zufolge erneut tödliche Schüsse aus einem fahrenden Auto heraus: Ein Mensch wurde getötet, drei weitere verletzt.

Quelle: ntv.de, dbe/AFP

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